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89271675 Buck-Bechler, Hochschulen in den neuen Laendern52.00 €

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Hans Dieter Schäfer,
1939 in Berlin geboren, Studium der Germanistik, Geschichte und Philosophie in Wien und Kiel, von 1974 bis 2004 Dozent für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft an der Regensburger Universität, die ihn zur Verabschiedung mit einer umfangreichen Ausstellung gewürdigt hat. Außer Forschungsarbeiten zur Literatur- und Alltagsgeschichte veröffentlichte Schäfer mehrere Bände mit Gedichten und autobiographischer Prosa. Bekanntschaft mit dem Lyriker Wilhelm Lehmann, dessen Werke er herausgab.
Schühly, Wolfgang (Hg.): Natursprache. Deutsche Naturdichter der Nachkriegszeit. 2009. 181 S. 220 gr. ISBN 3-926370-37-8. Kt. 14,– €*

Mit Aufsätzen von Bernhard Gajek, Hans Dieter Schäfer, Andreas Müller, Klaus Gauger, Wolfgang Schühly, Klaus Müller-Richter, Daniel Bigalke und Kai Agthe zu Johannes Bobrowski, Wilhelm Lehmann, Günter Eich, Peter Huchel, Helmut Bartuschek, Oda Schaefer, Karl Krolow, Rolf Schilling, Joachim Werneburg und Uwe Lammla.

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Schäfer, Hans Dieter: Das gespaltene Bewußtsein. Vom Dritten Reich bis zu den Langen Fünfziger Jahren. erw. Neuausg. 2009. 498 S., 70 Abb. 840 gr. ISBN 3-8353-0428-3. Lw. 34,– €

Bis 1940 gab es in Deutschland Hollywoodfilme, bis 1942 Coca-Cola und bis 1945 Swing-Musik - Hans Dieter Schäfers Untersuchung über NS-Ideologie und -Praxis sorgte Anfang der 1980er Jahre im In- und Ausland für großes Aufsehen. Lange hatte nach 1945 das Bild eines perfekten NS-Zwangsstaates vorgeherrscht; Schäfer zeigte anhand unterschiedlichster Quellen, dass das Dritte Reich gar nicht so totalitär war: Es gab vielmehr ein mit der Nazi-Weltanschauung erfolgreich konkurrierendes Angebot von »Konsum- und Zerstreuungswerten«, bis hin zu einem »bruchlos im Dritten Reich weiterwirkenden Amerikanismus«.
Die Neuausgabe von Schäfers »Standardwerk« (Heinrich Detering) ist u. a. um einen Bericht über Berlin im Bombenkrieg erweitert, in dem die allmähliche Versteppung der Reichshauptstadt ebenso sichtbar wird wie die »Auflösung der Moral« mit Schleichhandel, Kriminalität und Prostitution. Einen weiteren Höhepunkt bildet die vorzüglich recherchierte Darstellung des tragischen Scheiterns von Alfred Döblin nach seiner Rückkehr aus dem Exil.
In seiner Vorbemerkung erörtert Schäfer vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzmarktkrise die Rolle Ludwig Erhards im Dritten Reich und zeigt, dass die Bundesrepublik Deutschland im Ersatz des öffentlichen Lebens durch Spektakel und einem »staatlich gezüchteten Bildungsschwund« (Benn) dem Dritten Reich in vielem näher steht als der Republik von Weimar.

Titel derzeit nicht lieferbar

Schäfer, Hans Dieter: Herr Oelze aus Bremen. Gottfried Benn und Friedrich Wilhelm Oelze. 2001. 48 S. 161 gr. ISBN 3-89244-466-8. Kt. 14,– €

Daß Gottfried Benn in der "unendlichen Depression" und "Versteinerung" des Dritten Reichs künstlerisch so produktiv bleiben konnte, verdankt er zu einem wesentlichen Teil der Freundschaft mit dem weltgewandten und weitgereisten Bremer Kaufmann Friedrich Wilhelm Oelze (1891-1978). Für Benn schrumpfte das "alte Europa" während der Nazizeit auf diese einzige Person zusammen, vor der er seine persönlichen und poetischen Positionen, das "gleissnerische Pfauenrad", schlagen konnte. Die Themen sind noch immer der Widerspruch von Geld und Geist oder ein bürgerlicher Tugendkanon, dem er seinen Zynismus entgegensetzt.
Bisher konnte diese Inszenierung nur von der Seite des Dichters aus rekonstruiert werden. Hans Dieter Schäfer wertet erstmals systematisch die Briefe Oelzes an den Freund aus und berücksichtigt zahlreiche, meist nach Benns Tod geschriebene Äußerungen, die im Deutschen Literaturarchiv Marbach öffentlich zugänglich sind.

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