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ARNSHAUGK VERLAG
Der Verlag mit dem Lindenblatt

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18000160 Arnshaugk, Faltblatt Pegida0.00 €
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Neuerscheinungen

Bräuninger, Werner: Was wir lieben mußten. Roman. 2021. 243 S. 360 gr. ISBN 3-95930-241-X. Gb. 22,– €*

Dieser Roman ist ein positiver Gegenentwurf zu Michel Houellebecqs „Unterwerfung“, spielt in den Jahren 2024 und 2025 und führt die katastrophalen Tendenzen der Gegenwart zum Exzeß, ja zum Bürgerkrieg, der auch mit schweren Waffen geführt wird. Zwei Außenseitern, welche die allgemeine Not zu Quereinsteigern in die Politik macht, einem Deutschen und einem Ägypter, gelingt es, sowohl im Westen als auch in Afrika und im Orient den Gedanken der Remigration populär zu machen und eine enorme Rückwanderungswelle in Gang zu setzen. Der Autor verleiht dem kaum Vorstellbaren Plausibilität und zeigt in befreiender Weise, daß Geist und Menschlichkeit über die plumpe Faktizität einer verbrecherischen Politik triumphieren können. Ahnungsvoll und dystopisch, mutig und resignativ zugleich, ist das Werk in seiner eigentümlichen Prophetie eine faszinierende Melange aus Dichtung und Wahrheit und provoziert geradezu die Frage, in welchem Verhältnis zu unserer Realität es zu sehen ist.
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Bremhorst, Holger: Über-Leben. Imperialer Auftrag und Unsterblichkeit im Lichte der Tradition. 2021. 761 S. 1100 gr. ISBN 3-95930-244-4. Gb. 48,– €

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Börner Wilhelm: Volkssagen aus dem Orlagau. Nebst Belehrungen aus dem Sagenreiche. Neusatz d. Ausg. Altenburg 1838. 2021. 208 S. 260 gr. ISBN 3-95930-251-7. Gb. 18,– €

Die beliebte Sammlung in lateinischen Lettern. Von Salahs Kindern über die Riesenburg, der Ilsensage der Burg Ranis, dem Feuergeist im Wilzentale und der Kressenhöhle an der Weida zu dem Sagenkreis über die Perchta und jenem über die Waldweibchen und Futtermännchen, die sich etwa bei Wilhelmsdorf, Ruppitz und Thiemendorf zeigten. Eine überaus kurzweilige Reise in die Vorstellungen und die Erzählkultur der bäuerlichen Welt unserer Heimat.

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Dibdin, Thomas Frognall: Ursprung und Frühzeit des Buchdrucks. Ein Tag aus dem Bibligraphischen Dekameron. 2021. 141 S. 250 gr. ISBN 3-95930-245-2. Gb. 18,– €

Seit knapp 200 Jahren gilt Johann Gutenberg als Erfinder des Buchdrucks, obwohl dieser für Goethe und seinen Jugendfreund Friedrich Maximilian Klinger noch Johann Faust hieß. In Nachschlagewerken ist man seither bemüht, alle Spuren früheren Streits zu tilgen. Unsere Übersetzung einer Arbeit des Bibliothekars von William Spencer Cavendish, dem Herzog von Davonshire, von 1817 trägt die Argumente zusammen, die gegen Gutenberg als Erfinder sprechen. Ein Vorwort versucht mögliche Gründe für den unglaublichen Schwindel zu finden.

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Gartz, Jochen: Psychedelika historisch betrachtet. 3. Aufl. 2021. 124 S. 220 gr. ISBN 3-95930-249-5. Gb. 16,– €

Jochen Gartz erforschte mehr als 40 Jahre lang psychoaktive Pilze in aller Welt. In den USA und in Südafrika entdeckte er bis dahin unbekannte Arten und unterzog sie eingehender wissenschaftlicher Untersuchung. Als Experte auf diesem Gebiet war er maßgeblich an einer holländischen Regierungsstudie zur Risikoabschätzung beteiligt. Seine pharmakologischen Studien verbindet er mit einer enzyklopädischen Literaturkenntnis auf seinem Gebiet. Die Quellen reichen von den Mythen der Völker über die Zeugnisse von Kräutermedizin, Geheimlehren und Schamanismus bis zur modernen Ethnobotanik, beziehen aber auch Darstellungen des Mißbrauchs durch Militär, Geheimdienste und okkulte Heilslehrer ein.

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Hackel, Rainer: Arno Breker. Triumph und Tabu. 2021. 127 S., 40 Abb. 300 gr. ISBN 3-95930-238-X. Gb. 18,– €*

Der Autor entwirft in seinem Essay ein überraschendes Bild des umstrittenen Bildhauers: Er zeigt die Prägungen Brekers durch die französische Bildhauerschule auf und deutet auf einfühlsame Weise Skulpturen und Portraits. Er setzt sich aber auch – anhand neuer Quellen – mit Brekers Rolle im Dritten Reich auseinander und zitiert dessen erschütterndes Eingeständnis der Schuld, einem Regime gedient zu haben, dessen verbrecherischen Charakter er deutlich erkannt hatte.
In den hier gedeuteten Portraits berühmter Persönlichkeiten wie Jean Cocteau, Ezra Pound und Leopold Sédar Sénghor lotet der Bildhauer das Wesen des Menschen in einer Weise aus, wie es seither keinem Künstler mehr gelungen ist. Aber auch die als faschistische Propaganda verworfenen heroischen Figuren und Reliefs Brekers gilt es neu zu entdecken – bewährt sich doch auch hier die von Hackel verteidigte Autonomie der Kunst.
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Hackel, Rainer: Der unbemerkte Aufstand. Eine Woche mit dem Dichter Uwe Lammla. 2021. 200 S. 300 gr. ISBN 3-903000-05-1. Gb. 18,– €

Obwohl Uwe Lammla mit Reim und Rhythmus die Natur besingt und nicht müde wird, Gott zu loben, hat er sich nicht in den vielfach geschmähten Elfenbeinturm – gegen den ja im Grunde nichts einzuwenden ist – zurückgezogen, sondern steht mit beiden Beinen im Leben: Er ist Dichter, Buchhändler und Verleger, und er kümmert sich um ein weitläufiges Anwesen.
All‘ diese Dinge nahmen mich für den unbequemen Dichter ein, so daß ich schließlich auf den Gedanken verfiel, mit ihm Gespräche über sein Leben und Werk zu führen. Glücklicherweise zeigte Uwe Lammla Interesse an einem solchen Buch. Die sechs Gespräche gehen aber über ein Werkstattgespräch weit hinaus. Entstanden ist ein Vademecum in dürftiger Zeit, ja ein libertäres Manifest. Denn Uwe Lammla nimmt bei seinen Antworten weder auf Kritiker noch auf die politische Korrektheit Rücksicht. Der Leser erlebt eine Souveränität des Urteils, eine Unmittelbarkeit des Erlebens und eine Bejahung des gottgewollten Schicksals, die sich jedem Satz eingebrannt haben.

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Haslhofer, Jurek: Die Chroniken des Ministerialrates Wendelin P. Roman. 2021. 389 S. 600 gr. ISBN 3-95930-226-6. Gb. 26,– €

Den nicht zuletzt durch seine exzessive Lebensführung frühzeitig gealterten Ministerialrat Wendelin P. wird man weder als verläßlichen Chronisten noch als typischen Zeitgenossen bezeichnen können. Immerhin weiß er Erstaunliches mitzuteilen, etwa, wie das bekannt heimtückische „Corona“-Virus auch den Umsturzplänen seines Freundes, des Berufsrevolutionärs im Staatsdienst, Drzewiecki in die Quere gekommen ist. Die gute Nachricht für den Leser: Der Durchbruch im Kampf gegen den Kapitalismus ist durch die Krise des Jahres 2020 nur aufgeschoben, aber nicht aufgehoben worden! Darüber hinaus gibt es ein Wiedersehen mit etlichen Alptraumfiguren aus den „Tanten des Adjutanten“ und der „Staatsraison“, wie etwa den streitbaren und sündhaften Pater Krispin, ob dessen triebhafter Aktivitäten gleichwohl so manches zeitgeistig-exaltiertes Dämchen zurück auf den rechten Weg des Glaubens gebracht wird. Die etwas dämonische Kraft des Ministerialrats wird schließlich einem seiner Leser, dem jungen Gottlieb Matzeneder, beinahe zum Verhängnis, der nicht in der Lage scheint, Dichtung und Wahrheit auseinanderzuhalten, überdies zu spät bemerkt, wie sehr sein eigenes Leben mit diesen Texten verstrickt erscheint, und der gegen Ende zu auf höchst gefährliche Abwege gerät.

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Hickson, Gerrard: Gestürzte Könige. Eine Geschichte der grundsätzlich verfehlten Astronomie vom Alten Rom bis heute. 2021. 104 S., 33 Abb. 220 gr. ISBN 3-95930-236-3. Gb. 16,– €*

Hipparch, der als erster die trigonometrische Methode zur Höhen- und Entfernungsmessung nutzte, verzweifelte bei dem Versuch, die Ent­fernung der Himmelskörper zu messen, weil er keine ausreichende Basislinie auf der Erde finden konnte. Sein Fazit, die Himmelskörper seien »unendlich« weit entfernt, wurde von Ptolemäus übernommen und produzierte die Widersprüche, an denen Kopernikus, Kepler und Galilei angriffen. Obwohl seit dem 18. Jahr­hundert die technische Möglichkeit besteht, das von Hipparch Versuchte erfolgreich zu wieder­holen, wird der eingeschlagene Weg mit immer abenteuerlicher anmutenden Anpassungen und Zusatzannahmen verteidigt. Unser Autor verwirft die Astronomie seit der Antike. Weil dieser hier ausführlich und passioniert ausgebreitete Ge­danke die radikalste Ablehnung des modernen Denkens darstellt, die theoretisch möglich scheint, hat sich das Buch im englischsprachigen Raum zu einem Klassiker der Wissenschafskritik ent­wickelt. Unsere Ausgabe stellt das Werk mit hun­dert Jahren Verspätung nun auch dem deutschen Publikum vor.

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Hölzl, Wolfgang: Anton Bruckners Symphonien 1 bis 5. 2021. 480 S., zahlr. Notenbesp. 800 gr. ISBN 3-95930-221-5. Gb. 58,– €

Dieses Buch setzt sich mit Bruckners erster großer symphonischen Schaffensphase auseinander. Das letzte Glied der hier besprochenen Werkreihe, die Fünfte Symphonie, wurde nicht nur von Leopold Nowak als deren Gipfel bezeichnet. Die Kenntnis der früheren Fassungen vermag an diesem Nimbus ein wenig zu rütteln; die Distanz zu ihren Vorgängerinnen scheint etwas geringer geworden zu sein. Für den Leser könnte die chronologisch korrekte Betrachtung zu einem interessanten Perspektivwechsel geraten. Jene ihm wohlbekannte Vierte ging der Fünften keineswegs voran, sondern wurde erst drei Jahre nach ihr vollendet. Die in diesem Buch behandelte Vierte von 1874 ist dagegen so ziemlich der stilistische Antipode der Fünften, mit der sie eigentlich nur den – auf ganz andere Weise gestalteten - ekstatischen Schluß gemeinsam hat. Die wohl bekannteste Fassung der Dritten stammt aus Bruckners späten Jahren. Ihre Erstfassung von 1873 unterscheidet sich von Temperament und Gehalt ganz besonders von der Vierten und eigentlich auch allen übrigen Schwestern. Die Zweite ist in der Erstfassung ein ganz exquisites Werk, das indes schwer unter ihrer nachträglichen Verstümmelung zu leiden hat. Ihr gehen die bei aller berechtigten, ja gebotenen Wertschätzung doch reichlich skurrile Nullte, die wilde Erste und die klassisch-schöne Studiensymphonie voran. Vor allem die Nullte erscheint für Bruckners Entwicklung und für unser tieferes Verständnis seiner Eigenheiten von großem Interesse, weniger was das fugierte Finale, das in seiner Schlichtheit eben nicht als Vorankündigung der großen Fünften verstanden werden sollte, sondern den Kopfsatz mit seinen metrischen Verwerfungen anbelangt, die, wenngleich nicht in dieser Rigorosität weiterverfolgt, Bruckners komplexe und vielschichtige Behandlung dieses Parameters aufzuzeigen vermögen.

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Hölzl, Wolfgang: Bruckners Weg zur Siebenten. 2021. 480 S., zahlr. Notenbeisp. 800 gr. ISBN 3-95930-222-3. Gb. 58,– €

Dieser Band behandelt neben der Sechsten die beiden berühmtesten Bruckner-Symphonien, nämlich die Vierte aus den Jahren 1878/80 und die Siebente, wobei vor allem die Analyse letztgenannten Werks sehr ausführlich ausfällt. Obschon sie letztlich den Durchbruch bringen sollte, wurde keine andere Bruckner-Symphonie seitens der Wiener Kritik derart mit Gehässigkeit und Häme überschüttet; und bis in unsere Tage stoßen sich so manche Musikkommentatoren beispielsweise an der Kürze des Finales oder an vorgeblichen Banalitäten etwa am Schluß des Kopfsatzes oder am Höhepunkt des Adagios. Die vorliegende Schrift versucht, dieses trotz aller Popularität immer noch verkannte Werk in neuem Licht erscheinen zu lassen, indem das dahinter stehende formale und, damit eng verbunden, harmonisch-tonale wie auch das metrische Konstrukt erstmals aufgezeigt und erläutert wird.

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Kierkegaard, Søren: Kritik der Gegenwart. Der Pfahl im Fleisch. Übersetzt und kommentiert von Theodor Haecker. 2021. 100 S. 220 gr. ISBN 3-95930-248-7. Gb. 16,– €

Kierkegaard, dessen Wurzeln zu überwältigendem Anteil im deutschen Denken liegen, hat gerade dem deutschen Leser immer viel zu sagen gehabt. Seine Begrifflichkeit ist deutsch, und etwa im Französischen oft gar nicht nachbildbar. Besondere Aktualität verleiht ihm, daß er sich konsequent vor jeder Art von Rousseauschem Weltverbesserungswahn fernhält und als Christ in gleicher Weise Distanz zu Staat und Opposition wahrt. Kein Staat ist vollkommen, aber die Erfahrung lehrt, daß autoritäre Staaten das Geistige eher begünstigen, liberale hingegen Ressentiment, Nivelierung, heuchlerische Gemeinplätze und das »Intelligenzgesindel« der Zeitungs­leser und -schreiber.

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Lammla, Uwe: Testament eines Goldkorns. Erzählungen, Reden, Essays. 2021. 164 S. 160 gr. ISBN 3-95930-246-0. Kt. 12,– €*

Inhalt: Was ist ein guter Text? / Form und Inhalt im Gedicht / Der Essay / Rilke und Rußland / Poll / Feuer / Der Herr Gevatter / Testament eines Goldkorns / Bahnwärter Thing / Ich würde gerne fernsehen! / Nachruf für Dieter Wolf / Deutsche Dichtung? / Wo der Pfeffer wächst / Basch Tschelik und der Lumpensammler / Die Säule an der Rothenburg / Osterspaziergang / Zwölfton in Einbeck / Ein Mittsommertraum / Bis hierhin hat mich Gott gebracht

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Pfitzner, Hans: Eindrücke und Bilder meines Lebens. 2021. 137 S. 240 gr. ISBN 3-95930-235-5. Gb. 16,– €*

Hans Pfitzner wird oft als schwieriger Charakter und als ein von Schicksalsschlägen gebeutelter, verbitterter alter Mann geschildert. Gerade heute, wo landauf, landab die Pfitznerstraßen umbenannt werden, möchte der Neudruck der 1948 erschienenen Erinnerungen dieser Verzeichnung entgegenwirken. Zwar behandeln die hier versammelten Eindrücke die Zeit vor der politischen Polarisierung im ersten Weltkrieg, gleichwohl erleben wir auch den jungen Komponisten in bescheidenen und geradezu demütigenden Verhältnissen. Köstlicher Humor korrespondiert mit einem frappierenden Realitätssinn, wobei von Bitterkeit keine Spur zu entdecken ist. Die Widrigkeiten und die fast religiös wirkenden helfenden Hände im Hintergrund, aber auch die unverstellte Menschlichkeit im Umgang mit kleinen Leuten, ihren Vorzügen und Lastern, zeigen sehr anschaulich, daß der Stern seiner Größe auf einer im besten Sinne des Wortes volkhaft deutschen Mentalität thront.

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Reichenbach, Karl von / Fechner, Gustav Theodor: Odisch-magnetische Briefe. Mit dem Nachruf: Erinnerungen an die letzten Tage der Odlehre und ihres Urhebers. 2021. 127 S. 260 gr. ISBN 3-95930-237-1. Gb. 18,– €*

Obgleich er als Entdecker des Paraffins und des Kreosots einen glänzenden Ruf als Chemiker hatte, stieß seine Odlehre auf einhellige Ablehnung der Fachwelt. Der Grund dürfte in dem demokratischen Grundsatz der Wissenschaft liegen, Experimente müßten für jedermann dieselben Ergebnisse zeitigen. Die der Odlehre zugrundeliegenden Phänomene erschließen sich jedoch nur den Sensitiven, einer Minderheit, die keinerlei Zusammenhang mit sozial und intellektuell anerkannten Ordnungen zeigt. Die hier aufgelegte Frühschrift zeigt die Lehre weniger weitschweifig als spätere Werke. Beigegeben ist ein Nachruf Gustav Theodor Fechners, der sich aus skeptischer Perspektive um Gerechtigkeit bemüht.

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Ritter, Johann Wilhelm: Fragmente aus dem Nachlasse eines jungen Physikers. Ein Taschenbuch für Freunde der Natur. Vermehrt um die Rede »Die Physik als Kunst« und eine Würdigung des Autors von Wilhelm Ostwald. 2021. 303 S. 460 gr. ISBN 3-95930-225-8. Gb. 26,– €*

»Ritter ist Ritter, und wir sind nur Knappen.« (Novalis)

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Sander, Hans-Dietrich: Das Gastmahl des Leviathan. Herausgegeben von Heiko Luge. 2021. 448 S. 550 gr. ISBN 3-944064-69-0. Gb. 42,– €*

Der von Sander gewählte Titel verbindet jene mythische Figur, die Thomas Hobbes für den neuzeitlichen Staat verwendet hatte, mit dem Vorgang des Gastmahls als Symbol seiner sukzessiven Auflösung. Aufgestiegen als Polis der Neuzeit, legitimiert durch die Ordnungs- und Gestaltungsaufgabe nach dem Zerfall der mittelalterlichen Civitas, wurde der Leviathan seit seinen Anfängen bekämpft und gejagt, schließlich erlegt und verspeist – ohne, daß eine adäquate Institution in Sicht wäre, die den Herausforderungen einer sozialen Lebensordnung unter den Bedingungen menschlicher Freiheit gewachsen wäre. Daß die Krisen der Moderne, die Sander als eine Verfallsform der Neuzeit ansah, zu einer »Auflösung aller Dinge« eskalieren konnten, hatte eine wesentliche Ursache in der Schwäche des waidwunden Leviathans, nicht in seiner vermeintlichen Omnipotenz, die liberal-libertäre und konservative Staatskritiker mit der anmaßend-übergriffigen Macht seines mythischen Gegenspielers Behemoth verwechseln.
Sanders zentrale Arbeiten an dem Text, die sich von 1977 bis Mitte der 1980er Jahre erstreckten, konnten von ihm nach einer jahrzehntelangen Pause nicht wieder aufgegriffen und fortgeführt werden, auch wenn er dies nach der Einstellung seiner Zeitschrift Staatsbriefe wiederholt angekündigt hatte. Zu lange waren wohl die Unterbrechung, zu gering die altersbedingt nachlassenden Energien und zu hoch der Selbstanspruch, um erneut in der erreichten Breite und Tiefe in die komplexe Thematik einzusteigen. So ist Sanders staatsphilosophisches Opus magnum am Ende ein Torso geblieben.
Die Einleitung und die ersten sechs Kapitel des Gastmahls sind hier vollständig und unverändert abgedruckt. Zu den geplanten Kapiteln sieben bis zehn existieren nur ein paar ungeordnete handschriftliche Notizen und verstreute Quellenhinweise, die sich nicht mehr zu einem schlüssigen Text zusammenführen lassen. Die Gedankenlinien der »fehlenden hundert Seiten«, wie Sander das letzte Viertel des Gastmahls mir gegenüber nannte, kann man jedoch anhand der vorhandenen Kapitelüberschriften und Zwischentitel zumindest erahnen. Sie sind daher in diesem Band mit abgedruckt worden.

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Schiller, Friedrich: Wilhelm Tell. Schauspiel. Zum Neujahrsgeschenk auf 1805. Mit Bildern von Sebastian Hennig. 2021. 143 S., 15 ganzseitige Zeichn. 200 gr. ISBN 3-95930-250-9. Gb. 14,– €

Schiller großartiges Freiheitsdrama hat schon manche Generationen Deutscher ermutigt – heute ist solch eine Ermutigung nötiger als je zuvor. Die packend illustrierte Ausgabe ist ein Muß für jeden Freiheitshungrigen, der unseren Klassiker aus verstaubten Schrankwänden und schäbigen Schülerausgaben herausholen will. Auf daß der Geist Schillers unser Volk wieder beseele!

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Schilling, Rolf: Traum-beschwingt. Gedichte. 2021. 255 S. 380 gr. ISBN 3-95930-247-9. Lw. 28,– €

Das Buch enthält die Gedichtsammlungen »Holders Prolog«, »Ins Freie«, »Aquarius«, »Lunaria« und »Quester im Herbst«.

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Stucke, Sigismund: Die Reußen und ihr Land. Geschichte einer süddeutschen Dynastie. 2021. 150 S. 200 gr. ISBN 3-95930-252-5. Gb. 18,– €

Bis heute wurde keine Abhandlung über die Reußen veröffentlicht, die einer Trennung in die einzelnen Herrschaftsbereiche behandelt hätte. Und dies soll die Aufgabe der vorliegenden Arbeit sein: Eine Trennung in die einzelnen reußischen Staaten, ohne jedoch den Gesamtüberblick der reußischen Geschichte zu vernachlässigen. Der Verfasser hofft, daß diese Anhandlung dazu anregen wird, daß künftig dem geschichtsträchtigen Thüringer Raum mehr Aufmerksamkeit gezollt wird.

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Werfel, Franz: Paulus unter den Juden. Dramatische Legende in sechs Bildern. 2021. 185 S. 200 gr. ISBN 3-95930-240-1. Gb. 18,– €

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Zoellner, Marc: Der Mann, der Rudolf Diesel erschlug. Roman. 2021. 160 S. 250 gr. ISBN 3-95930-243-6. Gb. 18,– €

Seit der Erfinder des Dieselmotors auf hoher See ums Leben kam, beschäftigt sein Tod die Gemüter. Als abwegig muß die Selbstmordthese gelten, der Mann war mit großen Schwierigkeiten fertiggeworden und stand unmittelbar vor einem glänzenden Auftrag. Gleichzeitig hatte er etliche mächtige Feinde. Zahllos die Indizien, die auf organisierte Vertuschung deuten und eine endgültige Lösung des Rätsels wohl niemals zulassen werden. Der Autor hat die kaum überschaubare Literatur zum Thema studiert, und sich schließlich für eine fiktive Gestaltung aus der Perspektive des Mörders entschieden. Eine spannende Schilderung deutschen Pioniergeists und der Machenschaften der Hochfinanz.

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