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ARNSHAUGK VERLAG
Weltwitzer Weg 8 · 07806 Neustadt an der Orla
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»Wir Deutschen fürchten Gott, aber sonst nichts in der Welt;
und die Gottesfurcht ist es schon, die uns den Frieden lieben und pflegen läßt.«
(Otto von Bismarck)

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92890608 Froeschle, Andere Mohler28.00 €
95930238 Hackel, Arno Breker18.00 €

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Brigandes, Les: Das Manifest der Zukunft im Klan. 2017. 111 S., 44 farb. Abb. 320 gr. ISBN 3-944064-87-9. Lw. 24,– €*

Seit Februar 2015 macht die Musikgruppe »Les Brigandes« im Internet und anderen Medien auf sich aufmerksam. Mit ihren Musikvideos und vor allem durch ihre streitbar-bissigen und provozierenden Lieder haben »Les Brigandes« fernab vom Kulturbetrieb internationale Bekanntheit erlangt.
Diese Unabhängigkeit wurde durch eine Lebensweise möglich, die hier als »Zukunft im Klan« beschrieben wird. Diese »Großfamilie« ist eine spartanische Güter- und Lebensgemeinschaft von Kämpferinnen und Kämpfern mit ihren Kindern, die sich von der Weltordnung und derem mächtigen Verbündeten, dem Individualismus, losgesagt haben und Inseln in der allgemeinen Verwüstung bilden. Mit dem dokumentarisch illustrierten Manifest stellt der »Klan der Briganden« einen gangbaren Weg vor, auch heute die europäische Kultur zu bewahren, unverfälscht zu leben und Kinder in einem heilen Umfeld aufwachsen zu lassen.
Videovorstellung Rezension Rezension Hörprobe

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Gärtner, Heinz: Mozart und der liebe Gott. Genie zwischen Gläubigkeit und Lebenslust. Die Geschichte seiner Kirchenmusik. 1997. 364 S., zahlr. Abb. 736 gr. ISBN 3-7844-2668-9. Gb. 14,– €*

Unglaublich, aber wahr: Angesichts der fehlenden Aufführungspraxis war bis vor kurzem Mozarts geistliche Musik weitgehend unbekannt. Heute ist ihr Stellenwert im Gesamtwerk jederzeit nachzuprüfen und der ihr zustehende Platz nicht hoch genug zu bewerten.

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Glowatzki, Christian: Die Zeit legt ab ihr altes Kleid. Lieder im Volkston nach zeitgenössischen Dichtern. Text- und Notenausgabe. 2016. 84 S., 4 Abb. 140 gr. ISBN 3-944064-60-7. Kt. 10,– €*

Autoreninterview

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Glowatzki, Christian: Die Zeit legt ab ihr altes Kleid. Lieder im Volkston nach zeitgenössischer Dichtung. 2015. 1 Audio-CD 70 min. 100 gr. ISBN 3-944064-59-3. CD. 18,– €*

Der Frühling (Charles d’Orléans/Rolf Schilling), März (Karl Emmert), Kleine Lektion im April (Horst Köhler), Maiglöckchen (Josef Weinheber), Juni (Karl Emmert), Sonnenblume (Josef Weinheber), Harz, du holdes Sagenland I (Florian Kiesewetter), Wunder (Elke Beckmann-Ziesemer), Mit einer Blume (Horst Lange), Myrte (Wolf von Aichelburg), Abendgang (Uwe Haubenreißer), Schweigezeit (Uwe Haubenreißer), Du siehst die Blätter fallen (Uwe Haubenreißer), Abendlied (Rosa Pflug), Lied zur Nacht (Uwe Nolte), Der Stern (Wolf von Aichelburg), Im dünnen Winterlicht (Horst Lange), Frühlingserwachen (Florian Kiesewetter), Liebes-Gewalt (Wolf von Aichelburg), Wiegenlied (Josef Weinheber), Musik (Oda Schaefer), Wirtshaustisch (Horst Lange), Für meine beiden Kinder (Alexander von Hohentramm), Harz, du holdes Sagenland II (Florian Kiesewetter), Türspruch (Wolf von Aichelburg), Tage und Jahre (Rosa Pflug), Dunkle Wasser, die quellen (Horst Lange), Spät im Jahr (Florian Kiesewetter), In dunkler Zeit (Horst Köhler), Einklänge (Charles Baudelaire/ Rolf Schilling), Vier Winde (Uwe Lammla), Geheim (Oda Schaefer), Judas und Hiob (Fritz Usinger), Salomonisch (Uwe Lammla), Dunkle Tage (Michail Savvakis), Lutherisch (Uwe Lammla), Bescheidung (Fritz Usinger)
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Hackel, Rainer: Arno Breker. Triumph und Tabu. 2021. 127 S., 40 Abb. 300 gr. ISBN 3-95930-238-X. Gb. 18,– €*

Der Autor entwirft in seinem Essay ein überraschendes Bild des umstrittenen Bildhauers: Er zeigt die Prägungen Brekers durch die französische Bildhauerschule auf und deutet auf einfühlsame Weise Skulpturen und Portraits. Er setzt sich aber auch – anhand neuer Quellen – mit Brekers Rolle im Dritten Reich auseinander und zitiert dessen erschütterndes Eingeständnis der Schuld, einem Regime gedient zu haben, dessen verbrecherischen Charakter er deutlich erkannt hatte.
In den hier gedeuteten Portraits berühmter Persönlichkeiten wie Jean Cocteau, Ezra Pound und Leopold Sédar Sénghor lotet der Bildhauer das Wesen des Menschen in einer Weise aus, wie es seither keinem Künstler mehr gelungen ist. Aber auch die als faschistische Propaganda verworfenen heroischen Figuren und Reliefs Brekers gilt es neu zu entdecken – bewährt sich doch auch hier die von Hackel verteidigte Autonomie der Kunst.
Rezension

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Hennig, Sebastian: Bücher und Landschaften. Katalog zur Ausstellung im Museum Karrasburg Coswig. 2008. 34 S., 21 farb. Abb. 160 gr. ISBN 3-926370-82-3. Kt. 8,– €*

Ein typisches Valeurdenken beherrscht Sebastian Hennig, das Malerische seiner Auffassung. Und Zeichnung versucht er mit den Farben in Einklang zu bringen. In Landschaften werden die Einzelheiten des Hintergrunds, Häuser oder Fabriken, Bäume, sublimiert, so daß keine Diskrepanzen entstehen können und eine Balance zwischen vorn und hinten entsteht. Mitunter sind Bäume vor die Landschaft gestellt. Merkwürdig stille, ohne irgendwelche Effekte vereinfachte Wirklichkeiten! Und manchmal erscheint es einem, als sei bei Hennig eine Metamorphose des Impressionismus herbeigeführt worden, so wie das auch bei einigen Dresdner Sezessionisten der Fall war. Und doch ist es wohl nicht die Landschaft an sich, die Hennigs Hauptanliegen wäre, sondern immer sein Verhältnis zu ihr. Und demzufolge sind es keine Landschaften im herkömmlichen Sinne. (Aus dem Vorwort)

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Hennig, Sebastian: Ernst Lewinger - In Verbundenheit schwebend. 1931-2015. 2016. 224 S., 107 farb., 9 s/w Abb. a. Taf. 440 gr. ISBN 3-944064-61-5. Lw. 38,– €*

Der Maler und Graphiker Ernst Lewinger (1931–2016) ist tiefer als jeder andere Künstler im Kulturboden seiner Heimatstadt Dresden verankert. Mit einer entschiedenen Vorliebe für die Verfeinerungen des 18. Jahrhunderts ausgestattet, ist er doch ein zeitgenössischer Künstler. Seine Bilder verweisen nicht wehmütig auf vergangene Herrlichkeit, sondern verhelfen einer zeitlosen Aura zu konkreter Wirklichkeit. Die fragile Zeichenwelt, die lichten Pastelle und Aquarelle künden nicht allein von einer feinen, musikalischen Veranlagung, sondern sie bezeugen mutiges Standhalten einer ästhetischen Überzeugung in den Brüchen einer ungünstigen Zeit. Vor diesem Hintergrund erscheinen seine harmonischen Darstellungen als Bild gewordene Behauptung einer unverbrüchlichen Menschenwürde: sie postulieren ein Grundrecht auf Schönheit und Sinnhaftigkeit.
Die erste Monographie über den Künstler wagt eine Deutung auf der Grundlage seiner persönlichen Erfahrungen, Bekenntnisse und Erlebnisse. Es wird versucht, die auf den ersten Blick anachronistisch anmutende Bildwelt in die europäische Kunst der Gegenwart einzuordnen. So werden im umfangreichen Bildteil sowohl Beispiele der weniger bekannten Anfänge als auch die allerjüngsten Entwicklungen zum ersten Mal vorgestellt.
Rezension Rezension

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Hennig, Sebastian: Handzeichnungen. Künstlerhof Roter Ochse Schleusingen. Ergebnisse des Aufenthaltsstipendiums von Mai bis Oktober 2003. 2003. 16 S., 12 Zeichn. 40 gr. Bestell-No. 18000163. Gh. 6,– €*

Haus hinter Bäumen - Am Teich - Bahnhof II - Schleusingen - Posthalterei - Glaswerk - Häuser am Wasser - Landschaft mit Glaswerk - Bahnbrücke I - Bahnbrücke II - An der Zeile II - Judenfriedhof

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Hölzl, Wolfgang: Anton Bruckners Neunte Symphonie. 2024. 227 S., 16 Notenbeisp. 400 gr. ISBN 3-95930-222-3. Gb. 34,– €

Eine penible, in dieser ausführlichen Form wohl ein bisher einzigartige Untersuchung von Bruckners letztem sinfonischem Werk unter besonderer Berücksichtigung des Finalfragmentes. Aber auch hinsichtlich der vollendeten ersten drei Sätze werden neue analytische Erkenntnisse mitgeteilt.

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Hölzl, Wolfgang: Anton Bruckners Symphonien I bis V. 2022. 509 S., 32 Notenbeisp. 820 gr. ISBN 3-95930-221-5. Gb. 48,– €*

Dieses Buch setzt sich mit Bruckners erster großer symphonischen Schaffensphase auseinander. Das letzte Glied der hier besprochenen Werkreihe, die Fünfte Symphonie, wurde nicht nur von Leopold Nowak als deren Gipfel bezeichnet. Die Kenntnis der früheren Fassungen vermag an diesem Nimbus ein wenig zu rütteln; die Distanz zu ihren Vorgängerinnen scheint etwas geringer geworden zu sein. Für den Leser könnte die chronologisch korrekte Betrachtung zu einem interessanten Perspektivwechsel geraten. Jene ihm wohlbekannte Vierte ging der Fünften keineswegs voran, sondern wurde erst drei Jahre nach ihr vollendet. Die in diesem Buch behandelte Vierte von 1874 ist dagegen so ziemlich der stilistische Antipode der Fünften, mit der sie eigentlich nur den – auf ganz andere Weise gestalteten – ekstatischen Schluß gemeinsam hat. Die wohl bekannteste Fassung der Dritten stammt aus Bruckners späten Jahren. Ihre Erstfassung von 1873 unterscheidet sich von Temperament und Gehalt ganz besonders von der Vierten und eigentlich auch allen übrigen Schwestern. Die Zweite ist in der Erstfassung ein ganz exquisites Werk, das schwer unter seiner nachträglichen Verstümmelung zu leiden hat. Ihr gehen die bei aller berechtigten, ja gebotenen Wertschätzung doch reichlich skurrile Nullte, die wilde Erste und die klassisch-schöne Studiensymphonie voran. Vor allem die Nullte erscheint für Bruckners Entwicklung und für unser tieferes Verständnis seiner Eigenheiten von großem Interesse. Dies weniger in bezug auf das fugierte Finale, das in seiner Schlichtheit eben nicht als Vorankündigung der großen Fünften verstanden werden sollte, sondern was den Kopfsatz mit seinen metrischen Verwerfungen anbelangt, die, wenngleich nicht in dieser Rigorosität weiterverfolgt, Bruckners komplexe und vielschichtige Behandlung der Metrik aufzuzeigen vermögen.
Autoreninterview

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Kalz, Wolf: Zu Kunst und Künstlerschaft. 2015. 94 S., 11 meist farb. Abb. 200 gr. ISBN 3-944064-57-7. Gb. 16,– €*

An jedem Beginn steht ein wägender Gedanke, ein Einfall – eine oszillierende Idee. Ihr gegenüber das Material – ein Baumstamm, ein Balken, Pfunde geschmeidigen Wachses, ein Barren starrer Bronze, Silber in ungestalter Form, ein Stein fraglicher Beschaffenheit, pulvriger Gips, klumpiger Ton. Lächelt einem das Glück, dann gewinnt die Inspiration, der Einfall plötzlich bildhafte Deutlichkeit. Und jetzt wird es Arbeit – – –
Mein erster Guß gedieh unter dem Sternenhimmel eines Winterabends zu einem Fest archaisch hephaistischer Natur! –
Die Begeisterung für das Metier des Bildhauers und Gießers war geweckt.
In meiner 2006 unter dem Titel »Studie und Gestalt« veröffentlichten Werkbiographie hatte ich, die Bilderschau ergänzend, Aphorismen zu Kunst, Kunstschaffen und Künstlerschaft aus den letzten Jahrzehnten eingestreut. Diese stelle ich hier in erweiterter Fassung als eigenständig vor.

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Koshmanov (Piligrim), Roman: Questenberg. Hymnen und Lieder nach Texten von Uwe Lammla für Solisten, Chor und Orchester. 2014. 1 Audio-CD 51:21 min. 40 gr. ISBN 3-944064-22-4. CD. 16,– €*

1. Unter der Linden - 2. Kyffhäusergeist - 3. Langewiesen - 4. Im Speicher - 5. Paulinzella - 6. Rennsteiglied - 7. Kaiserhymne - 8. Thuiskon - 9-16. Questenberg (I-VIII). Gedichte: Uwe Lammla (alle Titel). Komposition: Roman Koshmanov (alle Titel außer 6, 8 und 14), »Rennsteiglied« trad. »Auf, du junger Wandersmann«, »Thuiskon« Boris Sevastianov, »Questenberg VI« bearb. »Die Alte«, W. A. Mozart 1787. Orchestrierung: Boris Sevastianov (1-2, 4-8), Roman Koshmanov (3, 9-16). Arrangement: Roman Koshmanov (alle Titel). Sänger: Roman Koshmanov (1, 3, 9-16), Mark Koshmanov (4), Kathrin Rieger-Loeck (5), Uwe Lammla (6, 8 als Sprecher), Chor (2, 7)
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Mangin, Serge: Ein Bildhauer für Europa. 2016. 144 S. 640 gr. ISBN 3-7630-2766-1. Kt. 39,90 €

Der Name Serge Mangin ist untrennbar mit den Bildnissen von Michail Gorbatschow, Helmut Kohl, Ernst Jünger und vielen anderen Personen der Zeitgeschichte verbunden. Porträts wie auch Statuen im OEuvre Mangins zeichnen sich durch unbestechliche Konzentration auf das Wesentliche ihres Sujets und eine tiefe Ernsthaftigkeit aus. In spannenden Rückblenden skizziert der Künstler selbst die Wege, auf denen er zu diesem herausragenden Stil gefunden hat. Anhand der wichtigen Statuen in seinem Werk schildert er, welche Rolle hierbei das antike Erbe, die Suche nach eigenen Ausdrucksformen und die Auseinandersetzung mit sich selbst und dem Zeitgeist gespielt haben.

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Mangin, Serge: Katalog. 2007. 4° 32 S., durchg. farbig 204 gr. ISBN 3-926370-41-6. Kt. 8,– €*

Ausführliche Fotodokumentation des Manginschen Œuvres, ganzseitige Abbildungen mit zusätzlicher Nahperspektive von Denkmälern, Porträts und erotischen Figuren: Nausikaa, Brunnenfigur, Seerose, Ios, Eva im Schnee, Henrika, Princesse de Provence, Aurore, Freies Europa, Polemos, Leonidas, Karl Martell, Archilochos, Die Vier Winde, Fischerdenkmal, Deutsche Wiedervereinigung, Save Our Seas, Ernst Jünger, Buddha. Außerdem werden 75 Porträts aus der Werkstatt des Meisters gezeigt, Dichter, Philosophen, Künstler, kretische Bauern und Persönlichkeiten der Zeitgeschichte, die einen außerordentlichen gestalterischen Reichtum des Bildhauers offenbaren.

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Payk, Theo: Robert Schumann. Lebenslust und Leidenszeit. 2006. 258 S. 502 gr. ISBN 3-416-03091-5. Gb. 22,– €

Während seine Frau als kongeniale, herausragende Pianistin erfolgreich war, wurde Robert der wohl produktivste und prominenteste Komponist der deutschen Romantik, nachdem er 1830 seine Virtuosenlaufbahn aufgeben mußte. Bei allem Unglück wurde dies ein Gewinn für die Nachwelt: Als Tondichter wird Schumann, der Musik und Poesie als zusammengehörig betrachtete und vermittelte, unvergessen bleiben. Das musikalische Werk des rastlos schöpferischen Genies ist gewaltig, trotz häufiger gesundheitlicher Probleme, die sich wie ein roter Faden durch seine Lebensgeschichte ziehen. Schließlich erlag er, erst 46 Jahre alt, nach zweijähriger Hospitalisierung in der Heil- und Pflegeanstalt Endenich einer heimtückischen Erkrankung. Clara überlebte ihn um 40 Jahre in recht rüstiger Verfassung. Beide sind auf dem Alten Friedhof in Bonn unter einem prächtigen Monument beigesetzt.

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Pfitzner, Hans: Eindrücke und Bilder meines Lebens. 2021. 137 S. 240 gr. ISBN 3-95930-235-5. Gb. 16,– €*

Hans Pfitzner wird oft als schwieriger Charakter und als ein von Schicksalsschlägen gebeutelter, verbitterter alter Mann geschildert. Gerade heute, wo landauf, landab die Pfitznerstraßen umbenannt werden, möchte der Neudruck der 1948 erschienenen Erinnerungen dieser Verzeichnung entgegenwirken. Zwar behandeln die hier versammelten Eindrücke die Zeit vor der politischen Polarisierung im ersten Weltkrieg, gleichwohl erleben wir auch den jungen Komponisten in bescheidenen und geradezu demütigenden Verhältnissen. Köstlicher Humor korrespondiert mit einem frappierenden Realitätssinn, wobei von Bitterkeit keine Spur zu entdecken ist. Die Widrigkeiten und die fast religiös wirkenden helfenden Hände im Hintergrund, aber auch die unverstellte Menschlichkeit im Umgang mit kleinen Leuten, ihren Vorzügen und Lastern, zeigen sehr anschaulich, daß der Stern seiner Größe auf einer im besten Sinne des Wortes volkhaft deutschen Mentalität thront.

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Rehahn, Walter Martin / Arlt, Peter: Oculus. Der Maler Jürgen Rennebach. 2024. 207 S., 300 farb. Abb. 380 gr. ISBN 3-95930-277-0. Gb. 34,– €

Jürgen Rennebach hat als Künstler seine ganz eigenen Zugänge und Wahrnehmungen. Diese sind dem rationalen Weg der Welterkenntnis ebenbürtig. Hier hat einer mit Witz, Ernst und Poesie, aber auch mit Frechheit und Mut zum Konventionsbruch Bilder gemalt, die uns etwas zu sagen haben.
Der Künstler zeichnet sich durch eine nahezu traumwandlerische Sicherheit in Komposition und Farbe aus. Ausgesprochen interessant ist die Vielfalt der dargestellten Motive. Rennebach spielt locker mit Wahrnehmungsgewohnheiten und führt in die Irre. Rätselhafte Bildtitel locken den Betrachter in Deutungslabyrinthe, aus denen er nur durch ein assoziatives Sich-treiben-Lassen herausfindet.
Rennebachs Bilder geben Rätsel auf. Es sind ungewöhnliche Blickwinkel und Konstellationen, die neben einer delikaten Farbigkeit Rennebachs Bilder so interessant machen.

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Reschika, Richard: Vermeer und Hammershøi. Meister der Malerei im Licht der Philosophie. 2023. 284 S., 16 Farbtafeln 460 gr. ISBN 3-95930-273-8. Lw. 42,– €*

Jan Vermeer van Delft (1632–1675) und Vilhelm Hammershøi (1864–1916) trennen etwa zweihundertfünfzig Jahre. Gleichwohl bestehen zwischen beiden vielfältige thematische und formale Verbindungen: namentlich ihre Vorliebe für realistische Darstellungen intimer Interieur-Szenen, in deren Mittelpunkt oft einsame, introvertiert und zugleich geheimnisvoll wirkende weibliche Figuren stehen. Hammershøi verehrte die niederländischen Maler des Goldenen Zeitalters und »zitierte« Vermeer sogar mehrfach in seinen nicht minder enigmatischen Gemälden.
In der bewußt interdisziplinär angelegten Studie untersucht der Autor, inwieweit neben der Kunstgeschichte auch und gerade die Philosophie – etwa von Platon, Epikur, Descartes, Spinoza, Leibniz, Burke, Kierkegaard und Schopenhauer – zu einem tieferen Verständnis der zwischen Immanenz und Transzendenz, Schönheit und Melancholie changierenden Bilder beizutragen vermag.

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Rodin, Auguste: Aquarelles de la collection du Musée Rodin Paris. 2004. 128 S., 68 Abb., davon 57 farb. 560 gr. ISBN 3-7757-1511-8. Gb. 14,– €*

Dem Publikum sind Auguste Rodins ungewöhnliche Aquarelle weit weniger bekannt als seine grandiosen Bronzearbeiten. Und doch handelt es sich bei diesen mit unnachahmlich leichter Hand verfaßten Studien um bedeutende Kunstwerke.
Neben aquarellierten Vorarbeiten zu seinen Skulpturen nehmen explizit erotische Silhouetten einen breiten Raum in diesem Teil von Rodins Oeuvre ein; fröhliche und offenherzige Skizzen, mit denen der Künstler erstaunlicherweise ganz ungezwungen die Wände seines Ateliers tapezierte.
Eine reizvolle Auswahl bezaubernder Aquarelle aus dem vom Musée Rodin in Paris verwalteten Nachlaß des Künstlers bietet dieser schöne kleine Band.

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Rückel, Anton: Betender Knabe. Zur christlichen Kunst. 2009. 70 S. 180 gr. ISBN 3-926370-39-4. Kt. 8,– €*

Anton Rückels Kunst steht im krassen Widerspruch zu modernen Selbstgefälligkeit und den Starallüren so mancher Vernissage. Die meisten Werke stehen in Kirchen und wurden vom Bildhauer nicht einmal signiert. Hinter diesem Werk steht die tiefe Überzeugung, daß allein das Heilige Lob und Preisung für sich beanspruchen darf. In seinen Schriften, Notizen und Meditationen macht der Bildhauer deutlich, daß allein die Wiedervergegenwärtigung des Glaubens unsere Zeit von ihren Übeln erlösen kann.

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Stegbauer, Hanna: Die Akustik der Seele. Zum Einfluß der Literatur auf die Entstehung der romantischen Instrumentalmusik und ihrer Semantik. 2006. 293 S. 350 gr. ISBN 3-525-20599-6. Gb. 18,– €*

Die Wiener Klassiker stellen für die jungen Romantiker ein oft erdrückendes, nicht zu überbietendes Vorbild dar. Einen Ausweg aus der drohenden Epigonalität zeigt die Literatur auf: Frühromantische Autoren, zunächst von den poetologischen Möglichkeiten der Musik fasziniert, formulieren ein ganz neues musikästhetisches Konzept. Gut zwanzig Jahre später greifen die romantischen Komponisten auf dieses noch unerfüllte Sinnangebot zurück. Die romantische Literatur trägt so entscheidend zur Entstehung einer neuen Musik bei, die sich klar von der Wiener Klassik unterscheidet. Hanna Stegbauers Studie untersucht neben dem literarischen Entwurf auch seine Umsetzung in der romantischen Musik und damit die Abgrenzung von der Klassik. Sie versteht sich als Beitrag zu einem angemesseneren Verständnis beider Epochenstile.

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Thorun, Claudia: Sarah Bernhardt. Inszenierungen von Weiblichkeit im Fin de siècle. 2006. 362 S. 600 gr. ISBN 3-487-13177-3. Kt. 18,– €*

Sarah Bernhardt – als »Königin des Theaters« gepriesen, als das »heilige Monster« gefürchtet, als »Reklamegeier« verschrien – war eine weltweit gefeierte Schauspielerin und einer der ersten internationalen Stars. Am Ende des 19. Jahrhunderts verkörperte die französische Aktrice zeitgenössische Imaginationen von Weiblichkeit, wie die moderne Frau, die tugendhafte Kurtisane und die männermordende Femme Fatale. An ihrem Image als Star und im Diskurs über die Starfigur Sarah Bernhardt wurden maßgebliche gesellschaftliche Entwicklungen des Fin de siècle, insbesondere die Brüche und die Veränderungen in der Wahrnehmung von Geschlecht, diskutiert.
Am Beispiel ihrer Selbstaussagen zur Schauspielkunst, ihrer Theateraufführungen und Rollendarstellungen, aber auch anhand der Rezeption der Schauspielerin in ihrer Zeit werden in der vorliegenden Publikation die Inszenierungen von Weiblichkeit und die Konstruktion von Geschlecht im Fin de siècle aufgezeigt.

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Veh, Tim von / Friesen, Margareta: Theatrum Mundi. 2013. 52 S., durchgeh. farb. bebildert. 320 gr. ISBN 3-903000-05-1. Kt. 15,– €

Seit 2010 stellt Tim von Veh Radierungen aus, die er in Form von Collagen an Wände und Decken, auf Leinwände und Papier appliziert. Die Figuren und Requisiten, die von Veh für sein Theater und seine Scheinräume erschafft, sind äußerst vielfältig und umfassen antikisierende und barocke Figuren, Porträts lebender Personen, florale und geometrische Ornamente, sowie vielerlei Zierbänder, ja sogar Guillochen. Bei ihnen handelt es sich um eine besondere Form der Verzierung, die aus mehreren ineinander verflochtenen und überfließenden Linien besteht und zumeist asymmetrische Ellipsen oder Kreise bildet.

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Wolff, Uwe: Tango. Das Leben tanzen. 2020. 141 S. 240 gr. ISBN 3-95930-230-4. Gb. 16,– €*

Tango war ursprünglich der Tanz der Auswanderer und Heimatlosen: Sein Ursprung liegt in der großen Migration von Europa nach Südamerika. So spiegelt sich in Takt, Text und Tanz eine widersprüchliche Stimmung von Aufbruch und Abschied, Liebe und Trauer, Zuversicht und Melancholie. Es ist diese Vielfalt der Stimmungen, mit der der Tango einlädt, das eigene Leben zu spiegeln. Tango ist die Verwandlung des Schmerzes in Schönheit. Der Tango ist eine Liebeserklärung an das Leben. »Tango« bedeutet »Berührung«.
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