Suche/Verlag
Kosmische Runde
Konservative Revolution
Georgekreis
Mythologie
Heidentum
Lyrik

Literarische Prosa
Philosophie
Religion
Geschichte
Politik/Wirtschaft
Autoren
Impressum/AGB


Reihe Telesma bei Arnshaugk
Weltwitzer Weg 8 · 07806 Neustadt an der Orla
Tel. 036481 / 279264 · ePost:

Dieses Feld dient als eine Art Notizzettel für Ihre Bücherwünsche. Irrtümlich notiertes können Sie durch die Zurückfunktion Ihres Browsers wieder löschen. Beim Bestell­abschluß können Sie die gewünschten Mengen ändern. Zwischen den Programmen und Autoren können Sie sich während des Notierens frei bewegen. Bestellungen über dieses Formular werden in Deutschland versandkostenfrei geliefert, wenn der Bücher-Bestellwert (CDs werden nicht mitgezählt) 17 € übersteigt, sonst zzgl. 2,80 € pauschal. Ins Ausland berechnen wir 80 Cent Porto je 100 Gramm, minimal 4 €, in EU-Staaten maximal 12 €. Endverbraucher genießen Widerrufsrecht, Buchhändler Sonderbedingungen laut Impressum/AGB. Unsere Verpackungen sind für die Entsor­gung als Hausmüll (blaue Tonne) lizensiert. Wenn Sie das Formular verlassen, können Sie es durch die Chronik Ihres Browsers wiederherstellen.


Stichworte (je mind. 4 Buchstaben):      Verlag:      Katalog:      

Hugo von Hofmannsthal
geboren 1874 in Wien, mußte als Schriftsteller sein Geld selbst verdienen, da der Vater im Gründkrach 1873 sein gesamtes Vermögen verloren hatte. Er lebte mit einer ständigen Angst vor Verarmung, während in der Öffentlichkeit meist angenommen wurde, er lebe vom Vermögen seiner Familie. Auch über einen anderen Aspekt seiner Herkunft vertrat sein Umfeld eine andere Meinung als er selbst: Während sich der Schriftsteller stets als katholischer Aristokrat sah, wurde er häufig als jüdischer Intellektueller apostrophiert. Früh begann er erste, von Friedrich Nietzsche beeinflußte Gedichte zu schreiben. Da er als Schüler nicht veröffentlichen durfte, wurden sie unter Pseudonymen gedruckt. 1891 begegnete er zum ersten Mal Stefan George, der prägend für sein Werk werden sollte. Sein früher Ruhm als Lyriker und Dramatiker reichte schnell auch über seine Heimatstadt hinaus, an ihm wurden lange Zeit seine späteren Werke gemessen. Auf Druck des Vaters begann er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Wien. Nach der ersten juristischen Staatsprüfung unterbrach er sein Studium, um freiwillig ein Jahr Militärdienst beim Sechsten Dragoner-Regiment in Brünn und Göding (Mähren) abzuleisten. Nach einer Venedig-Reise kehrte er an die Universität zurück und studierte Französische Philologie. Während des Studiums lernte er den Dichter Leopold von Andrian kennen, mit dem er sein Leben lang gut befreundet bleiben sollte. Im Jahr 1898 erhielt Hofmannsthal den akademischen Grad Doktor. Im Herbst 1899 reiste er nach Venedig, im Frühjahr 1899 nach Paris, wo er Maurice Maeterlinck und Auguste Rodin kennenlernte. Im selben Jahr schloß er Freundschaften mit Rainer Maria Rilke und Rudolf Kassner. Im Jahr 1900 lernte er den Komponisten Richard Strauss kennen. 1901 heiratete er die 21-jährige Gertrud Schlesinger, die vor der Hochzeit zum katholischen Glauben konvertierte. Mit ihr hatte er drei Kinder. 1908 reiste Hofmannsthal mit Harry Graf Kessler und Aristide Maillol nach Griechenland. Neben seinen Reisen pflegte er Briefkontakt zu zahlreichen Intellektuellen und Künstlern, darunter Carl Jacob Burckhardt, Thomas Mann, Arthur Schnitzler, Richard Beer-Hofmann und Alfred Walter Heymel. Zu den von ihm protegierten Intellektuellen gehörten auch der Philosoph Rudolf Pannwitz, der Germanist Josef Nadler und der Schriftsteller Max Mell. Während des Krieges reiste Hofmannsthal wiederholt zu Vorträgen ins Ausland und hob Österreich-Ungarn als herausragende Kulturnation hervor. Im Kriegsfürsorgeamt betraute man ihn mit kulturpolitischen Aufgaben; er schrieb patriotische Aufsätze und hielt Reden. Der Fall der Donaumonarchie war für den konservativen Patrioten ein persönlicher Schlag, von dem er sich nie ganz erholte. Dennoch waren die Jahre nach dem Krieg schriftstellerisch produktiv. In den Jahren 1920–1927 unternahm Hofmannsthal zahlreiche Reisen, unter anderem nach Berlin, Warschau, Skandinavien, mehrmals nach Italien, in die Schweiz. Im Jahr 1925 reiste er nach Paris, Marokko, London und Oxford, im darauffolgenden Februar nach Sizilien. Italien interessierte ihn besonders, sympathisierte er doch wie viele österreichische Großbürger mit Mussolini. 1929 erschoß sich Hofmannsthals Sohn Franz im Alter von 26 Jahren. Zwei Tage später starb der Dichter an einem Schlaganfall, als er zur Beerdigung seines Sohnes aufbrechen wollte. Da er sich dem Dritten Orden des Hl. Franziskus verbunden fühlte, wurde er, der Tradition und seinem eigenen Wunsch entsprechend, im Habit eines Franziskanermönchs beerdigt.
Hofmannsthal, Hugo von: Der Tod des Tizian. Der Tor und der Tod. Die Frau am Fenster. Das Bergwerk zu Falun. Vier Dramen. 2018. 96 S. 120 gr. ISBN 3-944064-97-6. Kt. 8,50 €

Titel vorbestellen

Hofmannsthal, Hugo von: Wert und Ehre deutscher Sprache. Aufsätze. Mit einem Geleitwort von Burkhard Jahn. 2017. 203 S. 240 gr. ISBN 3-944064-75-5. Gb. 18,– €

Die vorliegende Sammlung von Aufsätzen des Dichters, dem wir die Prägung einer ganzen Epoche zu danken haben, bewegt sich im Rang zwischen Olympischer Höhe des Genialen und einem bescheideneren – Auftrag und Situation geschuldeten – gleichwohl immer noch staunens­werten Niveau, das niemals unterschritten wird.
Es ist, als öffneten wir eine lang verschlossene, in seiner Bestimmung vergessene Tür, und wo der Ahnungslose vielleicht Dunkelheit erwarten könnte, Staub und Spinnweben, prangt uns ein Salon in strahlendem Licht entgegen, Entree zum Palast des Denkens jenseits der Moden, jenseits der marodierenden Bilderstürmer. (Aus dem Vorwort)

Titel vorbestellen

Hofmannsthal, Hugo von: Wert und Ehre deutscher Sprache. Essays. 2014. 182 S. 120 gr. ISBN 3-88138-098-1. Kt. 14,– €

Hugo von Hofmannsthal, dessen Vater im Gründerkrach 1873 das Familienvermögen verlor, war lebenslang auf Einkünfte aus der Literatur angewiesen. Deshalb entfaltete er eine breite Herausgebertätigkeit und schrieb Reden für vielerlei Anlässe. Unter dem Zusammenbruch der Donaumonarchie, die für Ihn den katholischen Ständestaat verkörperte, litt er sehr, was nicht als Widerspruch zu seiner Kritik an der geistigen Situation um 1900 gesehen werden darf. Auf ihn geht das Schlagwort von der »Konservativen Revolution« zurück. In seinen Essays pädiert er für ein Reich, das in der deutschen Kulturtradition wurzelt und auch andere Völker Europas einschließt.

Titel derzeit nicht lieferbar

Hofmannsthal, Hugo von: Reden und Aufsätze II (1914 - 1924). 2010. 560 S. 500 gr. ISBN 3-596-22167-6. Kt. 8,95 €

Titel derzeit nicht lieferbar

Hofmannsthal, Hugo von: Reden und Aufsätze I (1891 - 1913). 2010. 688 S. 500 gr. ISBN 3-596-22166-8. Kt. 14,95 €

Titel derzeit nicht lieferbar

Hofmannsthal, Hugo von (Hg.): Schillers Selbstcharakteristik. Aus seinen Schriften. 2004. 197 S. 161 gr. ISBN 3-458-34773-9. Kt. 8,– €

Titel notieren

Hofmannsthal, Hugo von: Der Rosenkavalier. Komödie für Musik. 2001. 107 S. 105 gr. ISBN 3-596-15159-7. Kt. (gemängelt) 6,80 €

Hofmannsthals melancholische Komödie für Musik gehört zu den zentralen Operntexten des 20. Jahrhunderts. Seit der Uraufführung von Richard Strauss' Vertonung 1911 ist das Werk von den internationalen Spielplänen nicht mehr wegzudenken. Das Motiv des erotischen Identitätsschwindels, das in Hofmannsthals Werk immer wieder auftaucht, findet im Rosenkavalier seine höchste Entfaltung und gipfelt in einer Maskerade, die die Machenschaften der Wiener Hofgesellschaft entlarven will.

Titel notieren

Hofmannsthal, Hugo von: Die Gedichte. 2000. 251 S. 202 gr. ISBN 3-458-34323-7. Kt. 12,– €

Als Wunderkind Loris hatte er debütiert, und sehr früh schon, mit etwa zwanzig Jahren, fand Hofmannsthal in der Lyrik den ihm gemäßen Stil. Mitte der neunziger Jahre des 19. Jahrhunderts entstanden jene berühmten Gedichte, die den Kern seines letztlich schmalen lyrischen Werks ausmachen.

Titel notieren

Hofmannsthal, Hugo von: Gedichte - Dramen. Tl 1 1891-1898. Dünndruckausg. 1979. 652 S. 257 gr. ISBN 3-596-22159-5. Kt. (gemängelt) 11,85 €

Titel notieren

Salabè, Piero: Das nie gewesene Morgenland. Metaphern des Orients in der deutschsprachigen Literatur der Jahrhundertwende. 2008. 200 S. 500 gr. ISBN 3-8260-3830-4. Kt. 28,– €

Die in der europäischen Kulturgeschichte zentrale Imagination des Orients als Spiegel des 'Anderen' erlebt in der Kunst und Literatur der Jahrhundertwende eine besondere Variation: In ihrer amoralischen, erotisch-perversen Dimension wird die orientalische Phantasie zu einem der bevorzugten Orte der modernen Identitätskrise. Signifikante Spuren des in der anglo-französichen Kultur dominanten Orientalismus finden sich auch in der Literatur deutschsprachiger Länder: nicht nur in den ästhetizistischen und dekadenten Strömungen (Hugo von Hofmannsthal, Richard Beer-Hofmann, Thomas Mann, Rainer Maria Rilke), sondern auch im Jugendstil (Otto Julius Bierbaum) und Expressionismus (Else Lasker-Schüler). Ausgehend von einem kulturgeschichtlichen Ansatz - mit einem Exkurs in die ornamentale Kunst der Jahrhundertwende - untersucht diese Arbeit in einzelnen Aufsätzen zu repräsentativen Autoren die Metapher des Orients in der deutschsprachigen Literatur der Jahrhundertwende. Der abschließende Essay über Joseph Roths Geschichte der 1002. Nacht liefert Einsichten in den Orientalismus dieser Epoche aus der Rückblicke einer der hellsichtigsten Interpreten der Habsburgischen Kultur.

Titel derzeit nicht lieferbar

Pulvirenti, Grazia: FragmentenSchrift. Die Teile und das Ganze in der österreichischen Literatur der Moderne. 2008. 180 S. 500 gr. ISBN 3-8260-3494-5. Kt. 28,– €

Gemeinsam ist den Künstlern, von denen in diesem Band die Rede ist – Adalbert Stifter, Hugo von Hofmannsthal, Georg Trakl, Franz Janowitz, Arnold Schönberg, Wassily Kandinsky – die Erfahrung des Zerfalls. Explizit, aber auch verhüllt wird das Trauma der Auflösung der einheitlichen Darstellung verarbeitet, um die Trümmer der verloren gegangenen Formen der Vergangenheit wieder zusammenzufügen.
Das Prinzip der Totalität, nur noch in ihrer Aporie darstellbar, zeigt sich durch Fragmente; im Detail, im Splitter verbirgt sich das Zeichen, das die andere Bedeutung der Dinge lebendig erhält. Dabei entstehen neue Figuren und Bilder, die die Wunde des Bruches in sich tragen und dennoch für den in der Moderne lebenden Menschen einen mit Sinn versehenen Raum schaffen.

Titel notieren

Lesniak, Slawomir: Thomas Mann, Max Rychner, Hugo von Hofmannsthal und Rudolf Kassner. Eine Typologie essayistischer Formen. 2005. 207 S. 500 gr. ISBN 3-8260-3101-6. Kt. 24,80 €

Titel notieren

Nicolaus, Ute: Souverän und Märtyrer. Hugo von Hofmannsthals späte Trauerspieldichtung vor dem Hintergrund seiner politischen und ästhetischen Reflexionen. 2004. 282 S. 500 gr. ISBN 3-8260-2789-2. Kt. 39,80 €

Titel notieren

Grundmann, Heike: Mein Leben zu erleben wie ein Buch. Hermeneutik des Erinnerns bei Hugo von Hofmannsthal. 2003. 336 S. 500 gr. ISBN 3-8260-2494-X. Kt. 48,– €

Das kulturelle Gedächtnis stellt eine Bedrohung und Chance zugleich für die Identität und Kreativität des sich im historischen Raum situierenden Subjekts dar. Grundmanns Arbeit ist der Versuch einer Theorie von Autorschaft um die Jahrhundertwende, die den Autor als hermeneutische Funktionsstelle in der Vernetzung von Texten betrachtet und damit Literatur immer auch zur Kritik an früherer Literatur, zum Metatext, werden läßt. Erinnerungsprozesse in der frühen und mittleren Prosa Hofmannsthals, sowie in seinen Experimenten mit Film, Tanz und Pantomime um 1907, werden unter Bezug auf zeitgenössische Theorien von Zeit und Gedächtnis (Husserl, Brentano, Mach, Bergson), Filmtheorie (Béla Balázs, Deleuze), Tanztheorie (Fokine, Duncan, St. Denis, Wiesenthal) und neuere Metapherntheorie (Ricœur) interpretiert. Der komparatistische Ansatz schließt intertextuelle Bezüge zu Walter Pater, zum Wildeschen Ästhetizismus und zu T.S. Eliots konservativer Auffassung von Literaturgeschichte ein.

Titel notieren

Hiebler, Heinz: Hugo von Hofmannthal und die Medienkultur der Moderne. 2003. 690 S., 152 Abb. 115 gr. ISBN 3-8260-2340-4. Gb. 69,– €

Ausgehend von den avanciertesten Ansätzen der Mediengeschichtsschreibung und der medienorientierten Literaturtheorie, entwickelt der Autor das Modell einer Literaturwissenschaft als angewandter Medienkulturwissenschaft. Am repräsentativen Beispiel Hugo von Hofmannsthals werden im Stil einer exemplarischen Fallstudie die vielschichtigen Verknüpfungen zwischen den harten Fakten einer apparatzentrierten Technik- und Funktionsgeschichte der Medien und den symbolischen Formen der literarischen Moderne vor Augen geführt. Im Spannungsfeld von Mündlichkeit und Schriftlichkeit, analoger und digitaler Kommunikation wird Hofmannsthals Körperästhetik auf ihre medienkulturhistorischen Kontexte überprüft. Seine poet(o-log)ischen Weltentwürfe - die frühen ästhetizistischen Konzepte eines "Lebens zwischen Buchdeckeln", das professionelle Verhältnis zu den finanziellen Aspekten seiner Arbeit und die editorischen wie kulturpolitischen Ambitionen vor allem in den Kriegs- und Nachkriegsjahren - werden mit den Kommunikationsstrukturen der österreichisch-ungarischen Monarchie und der zeitgenössischen Entwicklung der analogen Medien kurzgeschaltet. Mit der erstmals auf der Basis des erhaltenen Wort-, Bild- und Tonmaterials erarbeiteten Bestandsaufnahme der konkreten Beziehungen Hofmannsthals zu (Hand )Schrift, Buchdruck, Photographie, Telephon, Phonograph / Grammophon, Film und Hörfunk wird der abstrakte Begriff des medienästhetischen Ausdifferenzierungsprozesses der Moderne zum sinnlich nachvollziehbaren Erlebnis.

Titel notieren

Steinhaußen, Jan: Aristokraten aus Not und ihre Philosophie der zu hoch hängenden Trauben. Nietzsche-Rezeption und literarische Produktion von Homosexuellen: Thomas Mann, Stefan George, Ernst Bertram, Hugo von Hofmannsthal u.a. 2001. 526 S., 10 Fotos a. Taf. 814 gr. ISBN 3-8260-1977-6. Kt. 51,– €

Titel notieren

Rieckmann, Jens: Hugo von Hofmannsthal und Stefan George. Signifikanz einer Episode aus der Jahrhundertwende. 2001. 202 S. 282 gr. ISBN 3-7720-2169-7. Kt. 29,– €

Titel derzeit nicht lieferbar

Schmitter, Sebastian: Basis, Wahrnehmung und Konsequenz. Zur literarischen Präsenz des Melancholischen in den Schriften von Hugo von Hofmannsthal und Robert Musil. 2000. 322 S. 514 gr. ISBN 3-8260-1887-7. Kt. 40,– €

Titel notieren

Schefold, Karl: Hugo von Hofmannsthals Bild von Stefan George - Visionen des Endes - Grundsteine neuer Kultur. 1998. 266 S. 530 gr. ISBN 3-7965-1046-9. Kt. 33,50 €

Titel derzeit nicht lieferbar

Sandhop, Jürgen: Die Seele und ihr Bild. Studien zum Frühwerk Hugo von Hofmannsthals. 1998. 182 S. 250 gr. ISBN 3-631-32798-6. Kt. 52,95 €

Titel notieren

Der Telesma-Verlag wurde 1988 von dem Dichter und Musiker Karl-Heinrich Klein in Bensheim gegründet. 2002 übernahm ihn der Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Dr. Baal Müller und verlegte den Verlagssitz zunächst nach München, später nach Caputh, einem Ortsteil von Schwielowsee. 2012 zog der Verlag nach Treuenbrietzen um. Seit 2015 wird des operative Geschäft vom Arnshaugk Verlag in Neustadt an der Orla geführt. Baal Müller ediert aber weiter Titel für den Verlag.
Der Name des Telesma-Verlags geht auf einen Begriff aus der alchemistischen Tradition zurück: 'Telesma' (von griech. telein = vollenden) bezeichnete ursprünglich einen Schutzzauber (vgl. 'Talisman'); zu einem Grundbegriff der Alchemie wurde das Wort aber durch die zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert entstandene 'Tabula smaragdina' des Hermes Trismegistos. Dieser spricht dort von einem „pater omnis telesmi mundi“ und meint mit 'Telesma' eine kosmische Ursubstanz.
In ähnlicher Bedeutung wird der Begriff von Alfred Schuler in seinen Vorträgen 'Vom Wesen der ewigen Stadt' verwendet: „Meinen Reden 'vom Wesen der ewigen Stadt' schwebt als Erlebnis die telesmatische Leuchte voran. […] Denken Sie sich einen vibrierenden Lichtkomplex, bestehend aus unzähligen aktiven und passiven in wechselseitiger Reibung aufleuchtenden Electronen, ein Fluidum in ewig rastloser Bewegung, welches die Substanz des All ist. […] Dieses Wesen habe ich ‚die ewige Stadt’ genannt. ‚Vom Wesen der ewigen Stadt’ heißt also nichts anderes als vom Wesen und – ich muß wohl sagen – Schicksal des Telesma im irdischen Weltgeschehen.“
Karl-Heinrich Klein knüpft in vielen seiner vom Erleben kosmischer Harmonie inspirierten Dichtungen an diese untergründige, von der Antike über die deutsche Mystik und Romantik bis zu Schuler und Klages, Hans Henny Jahnn, Ernst Jünger und anderen modernen Autoren reichende Strömung der europäischen Geistesgeschichte an; von dorther ergab sich für ihn der Name unseres Verlages.
Längere Zeit hat Klein, der im Hauptberuf Uhrmacher und Juwelier gewesen ist, im Telesma-Verlag nur seine eigenen Werke sowie Schriften Franz von Baaders publiziert; gleichwohl erreichten seine Odenwald-Gedichte 'Lausche mein Freund der Wälder Gesänge' eine verhältnismäßig weite Verbreitung, und für seine literarische Rezeption mystischer Traditionen wurde er mit der Ehrenmitgliedschaft der Jakob-Böhme-Gesellschaft ausgezeichnet.
Nachdem sich Klein aus Altersgründen von seiner beruflichen und verlegerischen Tätigkeit zurückgezogen hatte, fristete der Telesma-Verlag für mehrere Jahre eine fast nur auf dem Papier befindliche Existenz, bis er von Baal Müller übernommen und wieder aktiviert wurde: Das erste Buch, das unter der neuen Leitung erschien, war eine Einführung in Ludwig Klages' Philosophie von Reinhard Falter; es folgte eine umfassende kulturgeschichtliche Darstellung des Verhältnisses von Mensch und Landschaft unter dem Titel 'Natur prägt Kultur', ebenfalls aus der Feder von Falter. 2007 ist der Telesma-Verlag mit mehreren, z. T. großangelegten Werken hervorgetreten, darunter drei Bücher, die die Schuler-Forschung auf eine neue Grundlage stellen: die von Baal Müller herausgegebene und umfassend kommentierte Werkausgabe Alfred Schulers, Müllers Studie über literarische und philosophische 'Kosmik' sowie eine von Karl-Heinz Schuler zusammengestellte Schuler-Bibliographie. In den Jahren danach folgten u.a. die maßgebliche Biographie des Psychoanalytikers Carl Gustav Jung von Gerhard Wehr und eine Nachlaß-Edition der 'Leitbriefe der Unabhängigen Freikirche' von Friedrich Hielscher.
Besondere Aufmerksamkeit erreichten die Romane 'Pascal Ormunait' von Björn Clemens und 'Von kommenden Stürmen' von Thomas Barthélemy, in denen politisch-gesellschaftliche Tendenzen unserer Gegenwart einer grundlegenden, um vorherrschende Tabus unbekümmerten Kritik unterzogen werden.
Für die Zukunft sind weiterhin vor allem Publikationen geplant, die sich im Spannungsfeld von Mythos und Moderne bewegen: Dichtungen, die dem Transzendenten in der modernen Welt nachspüren, und philosophische Werke, die das Ewige und Archetypische hinter dem Scheinhaften und Vergänglichen zu begründen suchen - Literatur für Leser "von übermorgen und von vorgestern" (Ernst Jünger). Die zeitkritische Belletristik wird jedoch auch eine stärkere Rolle einnehmen.
Der Arnshaugk Verlag bietet neben seinen eigenen und den Büchern des Telesma-Verlages als Versandbuchhändler ein umfangreiches Programm neuer und antiquarischer Bücher aller Wissensgebiete. Ein Schwerpunkt liegt auf den Verlagen, die sonst im Buchhandel wenig angeboten werden und auch programmatische Nähe zum Telesma-Verlag zeigen.
Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, und laden Sie ein, sich auf unseren Seiten umzusehen!