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Reihe Telesma bei Arnshaugk
Weltwitzer Weg 8 · 07806 Neustadt an der Orla
Tel. 036481 / 279264 · ePost:

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Hans Pfitzner
Pfitzner, Hans: Eindrücke und Bilder meines Lebens. 2021. 137 S. 240 gr. ISBN 3-95930-235-5. Gb. 16,– €*

Hans Pfitzner wird oft als schwieriger Charakter und als ein von Schicksalsschlägen gebeutelter, verbitterter alter Mann geschildert. Gerade heute, wo landauf, landab die Pfitznerstraßen umbenannt werden, möchte der Neudruck der 1948 erschienenen Erinnerungen dieser Verzeichnung entgegenwirken. Zwar behandeln die hier versammelten Eindrücke die Zeit vor der politischen Polarisierung im ersten Weltkrieg, gleichwohl erleben wir auch den jungen Komponisten in bescheidenen und geradezu demütigenden Verhältnissen. Köstlicher Humor korrespondiert mit einem frappierenden Realitätssinn, wobei von Bitterkeit keine Spur zu entdecken ist. Die Widrigkeiten und die fast religiös wirkenden helfenden Hände im Hintergrund, aber auch die unverstellte Menschlichkeit im Umgang mit kleinen Leuten, ihren Vorzügen und Lastern, zeigen sehr anschaulich, daß der Stern seiner Größe auf einer im besten Sinne des Wortes volkhaft deutschen Mentalität thront.

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Lörke, Tim: Die Verteidigung der Kultur. Mythos und Musik als Medien der Gegenmoderne. 2008. 300 S. 500 gr. ISBN 3-8260-3934-3. Kt. 48,– €

In den deutschen Debatten um die kulturelle und politische Moderne bilden Mythos und Musik zusammen den Kern einer dezidiert deutschen Kultur, die Teilhabe an dem Geheimnis der Welt bedeutet und so den Gegensatz zur ephemeren Zivilisation und Politik darstellt. Es ist vor allem das Bildungsbürgertum, das 'Kultur' als das kollektiv Imaginäre in Deutschland festschreibt, das identitätsstiftend Suprematievorstellungen befördert. Diesem Zusammenhang geht die Studie an verschiedenen Beispielen nach: Der Streit zwischen den Komponisten Ferruccio Busoni und Hans Pfitzner entzündet sich an den unterschiedlichen Konzepten, die Musik mit dem Mythos als Möglichkeit transzendenter Erfahrung und religiöser Sinnstiftung zu verbinden. Pfitzner reagiert kulturkonservativ und nationalistisch auf Busonis modernistisches Musikkonzept und erkennt darin einen Versuch, Deutschland durch die Musik zu demokratisieren. Der Streit zwischen den beiden Komponisten verdeutlicht das eminent Politische der vermeintlich politikfernen deutschen Kultur.

Titel derzeit nicht lieferbar

Kater, Michael: Komponisten im Nationalsozialismus. Acht Porträts. 2004. 494 S. 905 gr. ISBN 3-936324-12-3. Gb. 48,– €

Der kanadische Historiker Michael H. Kater durchleuchtet die Biographien von Werner Egk, Paul Hindemith, Kurt Weill, Karl Amadeus Hartmann, Carl Orff, Hans Pfitzner, Arnold Schönberg, Richard Strauss und untersucht ihre Lebensumstände insbesondere in den Jahren zwischen 1933 und 1945. Durch zahlreiche Dokumente und die Erinnerungen von Angehörigen, Nahestehenden und Zeitzeugen gelingt es ihm, die Arbeitsbedingungen der Komponisten während des Nationalsozialismus außerordentlich lebendig und in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit darzustellen.
Welchen Weg schlugen die teils bekannten, teils berühmten Musikschaffenden ein? Passten sie sich der nationalsozialistischen Ideologie an? Arrangierten sie sich mit dem NS-Regime? Widerstanden sie dem Nazismus oder ließen sie sich korrumpieren? Wie lebten sie im Exil? Und hinterließ dies Spuren in ihrer Musik? Und schließlich: Wie verliefen ihr Leben und ihre Laufbahn nach 1945?

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Der Telesma-Verlag wurde 1988 von dem Dichter und Musiker Karl-Heinrich Klein in Bensheim gegründet. 2002 übernahm ihn der Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Dr. Baal Müller und verlegte den Verlagssitz zunächst nach München, später nach Caputh, einem Ortsteil von Schwielowsee. 2012 zog der Verlag nach Treuenbrietzen um. Seit 2015 wird des operative Geschäft vom Arnshaugk Verlag in Neustadt an der Orla geführt. Baal Müller ediert aber weiter Titel für den Verlag.
Der Name des Telesma-Verlags geht auf einen Begriff aus der alchemistischen Tradition zurück: 'Telesma' (von griech. telein = vollenden) bezeichnete ursprünglich einen Schutzzauber (vgl. 'Talisman'); zu einem Grundbegriff der Alchemie wurde das Wort aber durch die zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert entstandene 'Tabula smaragdina' des Hermes Trismegistos. Dieser spricht dort von einem „pater omnis telesmi mundi“ und meint mit 'Telesma' eine kosmische Ursubstanz.
In ähnlicher Bedeutung wird der Begriff von Alfred Schuler in seinen Vorträgen 'Vom Wesen der ewigen Stadt' verwendet: „Meinen Reden 'vom Wesen der ewigen Stadt' schwebt als Erlebnis die telesmatische Leuchte voran. […] Denken Sie sich einen vibrierenden Lichtkomplex, bestehend aus unzähligen aktiven und passiven in wechselseitiger Reibung aufleuchtenden Electronen, ein Fluidum in ewig rastloser Bewegung, welches die Substanz des All ist. […] Dieses Wesen habe ich ‚die ewige Stadt’ genannt. ‚Vom Wesen der ewigen Stadt’ heißt also nichts anderes als vom Wesen und – ich muß wohl sagen – Schicksal des Telesma im irdischen Weltgeschehen.“
Karl-Heinrich Klein knüpft in vielen seiner vom Erleben kosmischer Harmonie inspirierten Dichtungen an diese untergründige, von der Antike über die deutsche Mystik und Romantik bis zu Schuler und Klages, Hans Henny Jahnn, Ernst Jünger und anderen modernen Autoren reichende Strömung der europäischen Geistesgeschichte an; von dorther ergab sich für ihn der Name unseres Verlages.
Längere Zeit hat Klein, der im Hauptberuf Uhrmacher und Juwelier gewesen ist, im Telesma-Verlag nur seine eigenen Werke sowie Schriften Franz von Baaders publiziert; gleichwohl erreichten seine Odenwald-Gedichte 'Lausche mein Freund der Wälder Gesänge' eine verhältnismäßig weite Verbreitung, und für seine literarische Rezeption mystischer Traditionen wurde er mit der Ehrenmitgliedschaft der Jakob-Böhme-Gesellschaft ausgezeichnet.
Nachdem sich Klein aus Altersgründen von seiner beruflichen und verlegerischen Tätigkeit zurückgezogen hatte, fristete der Telesma-Verlag für mehrere Jahre eine fast nur auf dem Papier befindliche Existenz, bis er von Baal Müller übernommen und wieder aktiviert wurde: Das erste Buch, das unter der neuen Leitung erschien, war eine Einführung in Ludwig Klages' Philosophie von Reinhard Falter; es folgte eine umfassende kulturgeschichtliche Darstellung des Verhältnisses von Mensch und Landschaft unter dem Titel 'Natur prägt Kultur', ebenfalls aus der Feder von Falter. 2007 ist der Telesma-Verlag mit mehreren, z. T. großangelegten Werken hervorgetreten, darunter drei Bücher, die die Schuler-Forschung auf eine neue Grundlage stellen: die von Baal Müller herausgegebene und umfassend kommentierte Werkausgabe Alfred Schulers, Müllers Studie über literarische und philosophische 'Kosmik' sowie eine von Karl-Heinz Schuler zusammengestellte Schuler-Bibliographie. In den Jahren danach folgten u.a. die maßgebliche Biographie des Psychoanalytikers Carl Gustav Jung von Gerhard Wehr und eine Nachlaß-Edition der 'Leitbriefe der Unabhängigen Freikirche' von Friedrich Hielscher.
Besondere Aufmerksamkeit erreichten die Romane 'Pascal Ormunait' von Björn Clemens und 'Von kommenden Stürmen' von Thomas Barthélemy, in denen politisch-gesellschaftliche Tendenzen unserer Gegenwart einer grundlegenden, um vorherrschende Tabus unbekümmerten Kritik unterzogen werden.
Für die Zukunft sind weiterhin vor allem Publikationen geplant, die sich im Spannungsfeld von Mythos und Moderne bewegen: Dichtungen, die dem Transzendenten in der modernen Welt nachspüren, und philosophische Werke, die das Ewige und Archetypische hinter dem Scheinhaften und Vergänglichen zu begründen suchen - Literatur für Leser "von übermorgen und von vorgestern" (Ernst Jünger). Die zeitkritische Belletristik wird jedoch auch eine stärkere Rolle einnehmen.
Der Arnshaugk Verlag bietet neben seinen eigenen und den Büchern des Telesma-Verlages als Versandbuchhändler ein umfangreiches Programm neuer und antiquarischer Bücher aller Wissensgebiete. Ein Schwerpunkt liegt auf den Verlagen, die sonst im Buchhandel wenig angeboten werden und auch programmatische Nähe zum Telesma-Verlag zeigen.
Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, und laden Sie ein, sich auf unseren Seiten umzusehen!