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Reihe Telesma bei Arnshaugk
Weltwitzer Weg 8 · 07806 Neustadt an der Orla
Tel. 036481 / 279264 · ePost:

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95930209 Mueller, Kosmik48.00 €
95930216 Braeuninger, Charisma und Daemonie34.00 €
94406467 Sander, Kampf der Teile24.00 €

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Neuerscheinungen

Bräuninger, Werner: Charisma und Dämonie. Hitler. Ein Capriccio aus Deutschland. 2020. 565 S., 33 Abb., Register 710 gr. ISBN 3-95930-216-9. Gb. 34,– €*

Die Zahl der Biographien über Hitler ist kaum zu überschauen und oft von der Gier nach vermeintlich sensationellen „Enthüllungen“ bestimmt. Was bislang fehlte, war eine Darstellung, die sein Werden und Wirken dokumentiert, ohne dabei einer geschichtswidrigen Glorifizierung oder unreflektierter Totalverdammung zu verfallen. Mit den Mitteln einer essayistisch-künstlerischen Annäherung an den Gegenstand seiner Betrachtung läßt uns der Autor an einem Lebensweg teilhaben, der beispiellos war und uns noch immer fremd anmuten muß. Er blickt dabei nicht auf Hitler, sondern in ihn hinein und wirft Fragen auf, die so noch nicht gestellt wurden.

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Bronnen, Arnolt: Roßbach. 2020. 143 S. 240 gr. ISBN 3-95930-207-X. Gb. 18,– €*

Dem Freikorpsführer Gerhard Roßbach hat Bronnen mit diesem Roman ein literarisches Denkmal gesetzt, ihn faszinierte der Unbeugsame, der in wechselnden Freund-Feind-Konstellationen jeder Demütigung wieder einen Triumph folgen ließ. Bertolt Brecht distanzierte sich daraufhin von dem früheren Freunde. Mit Roßbach verband Bronnen die Frontkämpfererfahrung, aber auch die Kenntnis homoerotischer Abgründe. Das Buch erschien 1930 im eher linken Ernst Rowohlt Verlag, ein weiterer Beleg für die Rechts-links-Überschneidungen in den Krisen der Weimarer Zeit. Der vereinsamt in der DDR gestorbene Bronnen wurde abwechselnd als Kommunist und Nazi beschimpft, dabei geriet der literarische Rang seiner Werke außer Blick, die durch Tiefe und Lebendigkeit bestechen.

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Chesterton, Gilbert Keith: Die Rückkehr des Don Quijote. Roman. Aus dem Englischen von Karin Matthes. Mit einem Essay von Valeriu Marcu. Lizenzausg. 2020. 360 S. 420 gr. ISBN 3-95930-218-5. Gb. 24,– €

Es ist nicht verwunderlich, daß der an der Moderne leidende Fortschritts-Kritiker Chesterton einen Roman über Don Quijote schrieb. Schließlich steht diese Gestalt für den Aufstand romanhafter Vergangenheit gegen eine platte und würdelose Gegenwart. Zum ewigen Thema wurde Cervantes’ Roman, weil er den Leser immer wieder neu zweifeln läßt, ob er die ritterlichen Taten und das Reflektieren darüber als menschliche Größe oder als eitle Narretei einzuord­nen habe, und dies in einer Weise geschieht, daß die Episoden den Leser an eigene Erfahrungen solcher Doppelbödigkeit erinnern. Ein gelungenes Leben be­deutet vor diesem Hintergrund, die Spannung der Pole nicht zu verleugnen, sondern zu dulden, ein Unter­fangen, das der Humor ungemein erleichtert. Wenn von Konservativen gesagt wird, sie verlören be­ständig, so läßt sich dasselbe Fazit den Linken atte­stieren, dies unabhängig davon, ob sie sich im Alter zähmen oder radikalisieren. Wer freilich im Scheitern den Lebensinhalt sieht, kann zumindest in diesem Punkte nicht scheitern. Ans Scheitern läßt sich freilich nur glauben, wenn die Erlösung versprochen ist. Damit scheidet allein der Glaube den Frommen vom Narren, und weil der Glaube nicht immer stark ist, gibt es die Welt und – die Literatur.

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Gartz, Jochen: Psilocybin. Ein Pilzwirkstoff mit Zukunft. 2020. 158 S., 17 s/w. u. 49 farb. Abb. 280 gr. ISBN 3-95930-215-0. Gb. 26,– €*

In diesem Buch wird die Geschichte der psychoaktiven Pilze, ausgehend von den mexikanischen Pilzzeremonien, detailreich beschrieben. Der Autor spannt einen weiten Bogen von den Forschungen der Wessons, Roger Heims und Albert Hofmanns über die anfängliche Euphorie und die spätere Dämonisierung bis zur Neuaufnahme der Forschung in der Enkelgeneration der Gegenwart. Dabei greift er auf alle relevante Literatur, persönliche Bekannt­schaft mit vielen Forschern und jahrzehntelange eigene Feldstudien zurück. Letzteres wird auch auf den 48 Farb­tafeln des Buches dokumentiert. Neben der Bedeutung der Substanz in der Psychotherapie geht Gartz auch allgemei­nen gesellschaftlichen Fragen nach. Im Schlußkapitel »Ein neues Eleusis?« eröffnet er neue Perspektiven auf eine Spiritualität jenseits des modernen Individualismus.

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Grabbe, Christian Dietrich: Die Hohenstaufen. Ein Zyklus von Tragödien. 2020. 331 S. 505 gr. ISBN 3-944064-97-6. Gb. 24,– €*

»Eine andere mir merkwürdige Erscheinung, die während meiner Ferienaufenthalte in Frankfurt an mir vorüberging, war die von Grabbe. Ich hegte eine große Bewunderung für diesen Dichter und habe dieselbe, wenn auch nicht für alle, doch für einige seiner Werke bis heute bewahrt. Sein ›Friedrich Barbarossa‹ und ›Heinrich VI.‹ sind wahre deutsche Nationaldramen, auf die wir stolz sein können. Hier sind die ehernen Gestalten der Hohenstaufen und Heinrichs des Löwen in ihrer ganzen Größe lebendig geworden, und wie ist darin jeder deutsche Fleck verherrlicht! Was Grabbe erstrebte, ist ihm wirklich gelungen: ›Im Sonnenschein liegt der ganze deutsche Süden da, Adler schweben über Tirols Bergen, und die See braust um Heinrich des Löwen Staaten wie eine Löwenmähne.‹«
Adolf Friedrich Graf von Schack in »Ein halbes Jahrhundert«

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Haslhofer, Jurek: Die Chroniken des Ministerialrates Wendelin P. Roman. 2020. 407 S. 600 gr. ISBN 3-95930-226-6. Gb. 26,– €

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Hölzl, Wolfgang: Anton Bruckners Symphonien 1 bis 5. 2020. 480 S., zahlr. Notenbesp. 800 gr. ISBN 3-95930-221-5. Gb. 58,– €

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Hölzl, Wolfgang: Bruckners Weg zur Siebenten. 2020. 480 S., zahlr. Notenbeisp. 800 gr. ISBN 3-95930-222-3. Gb. 58,– €

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Jacob, Alexander: Über die Natur der Natur. Eine Untersuchung zu idealistischen Auffassungen der Natur und des Unbewußten. 2020. 242 S. 402 gr. ISBN 3-95930-210-X. Gb. 28,– €*

Die Studie zur europäischen Naturphilosophie beginnt mit den klassischen Vorstellungen zu Geist, Seele, Natur und Unbewußtem und untersucht das Aufleben dieser Begriffe in der Naturphilosophie der Renaissance und des 17. Jahrhunderts. Im deutschen Idealismus und in der Lebensphilosophie wächst die Bedeutung der Vorstellung vom Unbewußten. Jacob zeigt, wie die verschiedenen Denker, etwa die Romantiker und insbesondere Schubert, Carus, Schopenhauer und Hartmann nicht nur die antike Seelenlehre und deren Metaphysik aufgriffen, sondern auch die Jungsche Tiefenpsychologie vorbereiteten.

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Köhler, Horst: Am Wegrand. Heiteres und Ernstes abseits der Spur. 2020. 294 S. 400 gr. ISBN 3-95930-217-7. Lw. 24,– €

Der dritte Band umfaßt unveröffentlichte Erzählungen, satierische Texte, Aphorismen, Gedichte, essaxistische Entwürfe sowie Funde aus dem Nachlaß. Ebenfalls enthalten sind die bisher nur in einer kleinen Privatedition erschienenen humoristischen Vers-Erzählungen »Balduin und der Flohzirkus« und »Das lachende Fabelbuch« sowie die Adcentgeschichte »Frau Zackig und Frau Bräunlich«.

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M., C.: Ruhrkent. Roman. 2. korr. Aufl. 2020. 224 S. 380 gr. ISBN 3-95930-211-8. Gb. 22,– €*

Der Held des Romans ist ein naiver bürgerlicher Mitläufer, der im hohem Alter als Bewohner eines islamischen Staatswesens im heutigen NRW erkennt, daß er über Jahrzehnte durch die eigene politische Führung belogen wurde, daß er sein ganzes Leben an eine geschickt propagierte Illusion eines multikulturalistischen Miteinanders geglaubt hat, die nie Wirklichkeit wurde. Ausgelöst durch einen Unfall, wird er zum Rebell und stellt sich nun gegen das Gesetz. Er wird angeklagt und kommt vor Gericht. In zahlreichen Rückblenden werden die gern verschwiegenen Kernfragen des Projekts „Bunte Republik“ thematisiert. Die Neuauflage des Erfolgsbuches wurde leserfreundlich in großer Schrift gesetzt, korrigiert und mit festem Einband versehen.

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Müller, Baal: Kosmik. Prozeßontologie und temporale Poetik bei Ludwig Klages und Alfred Schuler. Zur Philosophie und Dichtung der Schwabinger Kosmischen Runde. 2. korr. Aufl. 2020. 402 S. 680 gr. ISBN 3-95930-209-6. Gb. 48,– €*

Der Autor untersucht in seiner Tübinger Dissertation erstmals akribisch die philosophischen und poetologischen Beziehungen zwischen Ludwig Klages und Alfred Schuler. Klages wird als herausragender Theoretiker der Zeiterfahrung sowie der Selbstexpression alles Lebendigen dargestellt, und Schuler erscheint mit seinen radikalen Sprachexperimenten als Wegbereiter der literarischen Moderne.

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Ritter, Johann Wilhelm: Fragmente aus dem Nachlasse eines jungen Physikers. Ein Taschenbuch für Freunde der Natur. Vermehrt um die Rede »Die Physik als Kunst« und eine Würdigung des Autors von Wilhelm Ostwald. 2020. 300 S. mit zahlr. Anmerkungen. 400 gr. ISBN 3-95930-225-8. Lw. 24,– €

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Sander, Hans-Dietrich: Der Kampf der Teile. Herausgegeben von Heiko Luge. 2020. 208 S. 300 gr. ISBN 3-944064-67-4. Gb. 24,– €*

Hans-Dietrich Sanders hier dargelegte Gedanken gehen auf ein Volks- und Nationverständnis jenseits von »links« und »rechts« zurück. In Gesprächen mit dem Herausgeber nannte Sander als Inspirationsquellen u.a. Hans Zehrer und Herbert Cysarz. Auch Hermann Ullmann stand für eine Volkserneuerung über alle ideologischen Gräben hinweg. Im Anhang sind daher drei Textauszüge dieser Autoren dokumentiert.

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Schilling, Rolf: Orpheus des Nordens. Gedichte. 2020. 255 S. 380 gr. ISBN 3-95930-214-2. Lw. 28,– €*

Das Buch enthält die Gedichtsammlungen »Auf hoher Warte«, »Im Jahreskreis«, »Felsgesicht«, »Orfeo nordico« und »Traum-erlost«.

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Schwab, Jürgen: Flucht in die Menschheit. Der Schriftsteller Jakob Wassermann und der Typus des nichtjüdischen Juden. 2020. 183 S. 320 gr. ISBN 3-95930-219-3. Gb. 18,– €*

Jakob Wassermann gehörte in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts zu den meistgelesenen deutschsprachigen Schriftstellern, heute ist sein umfangreiches Werk nahezu vergessen. Vergessen ist insbesondere, daß dieser Autor immer wieder das konfliktreiche Neben- und Miteinander von Juden und Deutschen behandelt und sich dabei um Gerechtigkeit bemüht, also auf beiden Seiten Verhalten zeigt, das zu Konflikt und Ablehnung führt. Seit dem letzten Kriege wird Autoren, die sich in diesem Themenkomplex ohne vorgefaßtes Urteil zu nähern wagen, mit zunehmender Heftigkeit »Antisemitismus« vorgeworfen. Die Frage nach Gründen oder gar nach Schuldanteil darf nicht gestellt werden, eine »Judenfrage« muß ausschließlich und erschöpfend als Ausgeburt ressentimentgeladener Antisemiten verdammt werden. Das Buch macht deutlich, daß die bei Wassermann erkennbaren Brüche keineswegs erledigt sind, sondern durch neuere politische Entwicklungen in mancher Hinsicht sogar an Schärfe gewonnen haben. Der Autor trägt eine Fülle geschichtlichen und aktuellen Materials zu einer Frage zusammen, die es angeblich gar nicht gibt, und mahnt deren Diskussion an.

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Schühly, Wolfgang (Hg.): Zeichen in die Esche geritzt. Rolf Schilling zum siebzigsten Geburtstag. 2020. 366 S., 7 Abb. 480 gr. ISBN 3-95930-212-6. Gb. 38,– €*

31 Maler, Musiker, Dichter, Schriftsteller, Philosophen, Leser und Weggefährten berichten von ihren Erfahrungen mit dem Unzeitgemäßen, seiner Landschaft und seiner Stellung in Deutschland: Angerer der Ältere, Johann Felix Baldig, Peter Bickenbach, Frank Böckelmann, Michael Boss, Werner Bräuninger, Björn Clemens, Arnulf Ehrlich, Reinhard Falter, Bernd Kurt Goetz, Peter Götz, Christian Glowatzki, Uwe Haubenreißer, Sebastian Hennig, Theo Homann, Burkhard Jahn, Uwe Lammla, Heiko Luge, Jonas Mahraun, Steffen Marciniak, Baal Müller, Uwe Nolte, Alexander Martin Pfleger, Ian Read, Arne Schimmer, Wolfgang Schühly, Thomas Sorge, Holger Uske, Michael Walker, Joachim Werneburg, Uwe Wolff.

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Schöpffer, Carl: Die Widersprüche in der Astronomie. Wie sie bei der Annahme des Copernikanischen Systems entstehen, bei der entgegengesetzten aber verschwinden. Neusatz d. Ausg. Berlin 1869. 2020. 170 S., 1 Abb. 250 gr. ISBN 3-95930-224-X. Gb. 18,– €

Wer es wagt, das »naturwissenschaftliche« Weltbild an dessen eigenem Anspruch zu messen und dabei nicht zu den gewünschten Ergebnissen kommt, muß mit schärfster Verfolgung rechnen, selbst mit Mord. In seinem reifsten Buch zum Thema gibt der Autor einige Winke, wie es ihm nach seinen früheren ergangen ist. Heute, da nicht nur an der historischen Faktizität der »Mondlandung«, sondern auch an der prinzipiellen Möglichkeit gezweifelt wird, gibt es ein neues Interesse an der beeindruckende Reihe der Totgeschwiegenen, die mit guten Argumenten bestritten, was schon im Kindergarten als Evangelium gelehrt wird.

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Wolff, Uwe: Agnes Miegel und das Leben in Quarantäne. Mit einem Beitrag von Archimandrit Irenäus Totzke. 2020. 72 S., 1 Abb. 175 gr. ISBN 3-95930-223-1. Gb. 14,– €*

Im Süden Jütlands, zwischen Heide und Kiefern, lag das dänische Flüchtlingslager Oksbøl. Kinder, Mütter und Greise, mit Schiffen über die Ostsee evakuiert, fanden hier Zuflucht. Unter ihnen die alt gewordene Agnes Miegel mit ihrer Lebensgefährtin. In Oksbøl schrieb sie das berühmte Gedicht „O Erde Dänemarks“, das der dänische Redakteur Jef Jefsen sofort in der Lagerzeitung veröffentlichte.
Der Autor begann in Dänemark, Agnes Miegels Gedichte zu lesen. Sie führten ihn zurück in das Seebad Cranz, auf die Dünen der Kurischen Nehrung und in die Königsberger Kindheit der Dichterin. Die Pestballade „Die Frauen von Nidden“ (1907) bekam für ihn eine unerwartete Aktualität, als im März 2020 die dänische Grenze geschlossen wurde. Unter dem Eindruck der Quarantäne liest er mit dänischem Blick die deutsche Dichterin des Meeres.

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Zoellner, Marc: S.O.S. Britannia. Roman. 2020. 128 S. 255 gr. ISBN 3-95930-220-7. Gb. 18,– €*

Ein junger Journalist trifft 1961 in Conakry, Westafrika, auf einen alten britischen Seemann, dessen Schiff zwanzig Jahre zuvor von deutschen Truppen versenkt wurde und dessen Mannschaft 23 Tage auf dem Atlantik um ihr Überleben kämpfte. Während der Erzählung des Alten erfährt der Journalist ganz neue Konflikte am eigenen Leib: Ein paranoides Regime mit Schauprozessen und den Hilferuf der Diktatorentochter, außer Landes gebracht zu werden. Die Dramatik des Untergangs der SS Britannia und die totalitäre Herrschaft Ahmed Sékou Tourés über Guinea wetteifern an Spannung. Immer wieder stellt sich die Frage, was wohl brutaler sein mag: Der intelligente, kaltblütig kalkulierende Mensch oder die nackte Natur, wenn der Mensch zum Spielball zu werden droht?

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Der Telesma-Verlag wurde 1988 von dem Dichter und Musiker Karl-Heinrich Klein in Bensheim gegründet. 2002 übernahm ihn der Literaturwissenschaftler und Schriftsteller Dr. Baal Müller und verlegte den Verlagssitz zunächst nach München, später nach Caputh, einem Ortsteil von Schwielowsee. 2012 zog der Verlag nach Treuenbrietzen um. Seit 2015 wird des operative Geschäft vom Arnshaugk Verlag in Neustadt an der Orla geführt. Baal Müller ediert aber weiter Titel für den Verlag.
Der Name des Telesma-Verlags geht auf einen Begriff aus der alchemistischen Tradition zurück: 'Telesma' (von griech. telein = vollenden) bezeichnete ursprünglich einen Schutzzauber (vgl. 'Talisman'); zu einem Grundbegriff der Alchemie wurde das Wort aber durch die zwischen dem 6. und 8. Jahrhundert entstandene 'Tabula smaragdina' des Hermes Trismegistos. Dieser spricht dort von einem „pater omnis telesmi mundi“ und meint mit 'Telesma' eine kosmische Ursubstanz.
In ähnlicher Bedeutung wird der Begriff von Alfred Schuler in seinen Vorträgen 'Vom Wesen der ewigen Stadt' verwendet: „Meinen Reden 'vom Wesen der ewigen Stadt' schwebt als Erlebnis die telesmatische Leuchte voran. […] Denken Sie sich einen vibrierenden Lichtkomplex, bestehend aus unzähligen aktiven und passiven in wechselseitiger Reibung aufleuchtenden Electronen, ein Fluidum in ewig rastloser Bewegung, welches die Substanz des All ist. […] Dieses Wesen habe ich ‚die ewige Stadt’ genannt. ‚Vom Wesen der ewigen Stadt’ heißt also nichts anderes als vom Wesen und – ich muß wohl sagen – Schicksal des Telesma im irdischen Weltgeschehen.“
Karl-Heinrich Klein knüpft in vielen seiner vom Erleben kosmischer Harmonie inspirierten Dichtungen an diese untergründige, von der Antike über die deutsche Mystik und Romantik bis zu Schuler und Klages, Hans Henny Jahnn, Ernst Jünger und anderen modernen Autoren reichende Strömung der europäischen Geistesgeschichte an; von dorther ergab sich für ihn der Name unseres Verlages.
Längere Zeit hat Klein, der im Hauptberuf Uhrmacher und Juwelier gewesen ist, im Telesma-Verlag nur seine eigenen Werke sowie Schriften Franz von Baaders publiziert; gleichwohl erreichten seine Odenwald-Gedichte 'Lausche mein Freund der Wälder Gesänge' eine verhältnismäßig weite Verbreitung, und für seine literarische Rezeption mystischer Traditionen wurde er mit der Ehrenmitgliedschaft der Jakob-Böhme-Gesellschaft ausgezeichnet.
Nachdem sich Klein aus Altersgründen von seiner beruflichen und verlegerischen Tätigkeit zurückgezogen hatte, fristete der Telesma-Verlag für mehrere Jahre eine fast nur auf dem Papier befindliche Existenz, bis er von Baal Müller übernommen und wieder aktiviert wurde: Das erste Buch, das unter der neuen Leitung erschien, war eine Einführung in Ludwig Klages' Philosophie von Reinhard Falter; es folgte eine umfassende kulturgeschichtliche Darstellung des Verhältnisses von Mensch und Landschaft unter dem Titel 'Natur prägt Kultur', ebenfalls aus der Feder von Falter. 2007 ist der Telesma-Verlag mit mehreren, z. T. großangelegten Werken hervorgetreten, darunter drei Bücher, die die Schuler-Forschung auf eine neue Grundlage stellen: die von Baal Müller herausgegebene und umfassend kommentierte Werkausgabe Alfred Schulers, Müllers Studie über literarische und philosophische 'Kosmik' sowie eine von Karl-Heinz Schuler zusammengestellte Schuler-Bibliographie. In den Jahren danach folgten u.a. die maßgebliche Biographie des Psychoanalytikers Carl Gustav Jung von Gerhard Wehr und eine Nachlaß-Edition der 'Leitbriefe der Unabhängigen Freikirche' von Friedrich Hielscher.
Besondere Aufmerksamkeit erreichten die Romane 'Pascal Ormunait' von Björn Clemens und 'Von kommenden Stürmen' von Thomas Barthélemy, in denen politisch-gesellschaftliche Tendenzen unserer Gegenwart einer grundlegenden, um vorherrschende Tabus unbekümmerten Kritik unterzogen werden.
Für die Zukunft sind weiterhin vor allem Publikationen geplant, die sich im Spannungsfeld von Mythos und Moderne bewegen: Dichtungen, die dem Transzendenten in der modernen Welt nachspüren, und philosophische Werke, die das Ewige und Archetypische hinter dem Scheinhaften und Vergänglichen zu begründen suchen - Literatur für Leser "von übermorgen und von vorgestern" (Ernst Jünger). Die zeitkritische Belletristik wird jedoch auch eine stärkere Rolle einnehmen.
Der Arnshaugk Verlag bietet neben seinen eigenen und den Büchern des Telesma-Verlages als Versandbuchhändler ein umfangreiches Programm neuer und antiquarischer Bücher aller Wissensgebiete. Ein Schwerpunkt liegt auf den Verlagen, die sonst im Buchhandel wenig angeboten werden und auch programmatische Nähe zum Telesma-Verlag zeigen.
Wir würden uns freuen, wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, und laden Sie ein, sich auf unseren Seiten umzusehen!