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Reihe Telesma bei Arnshaugk
Weltwitzer Weg 8 · 07806 Neustadt an der Orla
Tel. 036481 / 279264 · ePost:

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95930257 Reschika, Nicol������������s G������������mez D������������vila38.00 €

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Stichworte (je mind. 4 Buchstaben):      Verlag:      Katalog:      

Haslhofer, Jurek: Triptychon der fortgeschrittenen Stunde. Roman. 2025. 479 S. 650 gr. ISBN 3-95930-228-2. Gb. 28,– €

Titel derzeit nicht lieferbar

Richter, Eva: Zeichnungen. 2025. 143 S. 200 gr. ISBN 3-95930-139-1. Kt. 18,– €

Titel derzeit nicht lieferbar

Eliade, Mircea: Die Hooligans. Roman. Aus dem Rumänischen von Richard Reschika. 2025. 450 S. 500 gr. ISBN 3-95930-041-7. Gb. 28,– €

Der ungekünstelte Roman eines großen Erzählers. Das Porträt einer Jugend, die zwischen Größenwahn und Nihilismus, Anarchie und Faschismus hin- und hergerissen ist.
Schläger, Möchte-gern-Künstler, Flittchen und Psychopathen, Intellektuelle und Weltverbesserer im Bukarest der 30er Jahre verbindet die Erfahrung, die einer auf den Punkt bringt: »Es gibt einen einzigen fruchtbaren Beginn im Leben: die Hooligan-Erfahrung. Nichts respektieren, nur an sich glauben, an seine Jugend, an seine Biologie... Wer nicht so anfängt, sich selbst oder der Welt gegenüber, wird nichts schaffen. Die Wahrheiten vergessen können, genug Leben in sich haben, um sich weder beeinträchtigen noch beschämen zu lassen – das ist die Berufung zum Hooligan.«

Titel derzeit nicht lieferbar

Hölzl, Wolfgang: Bruckners Weg zur Siebenten. 2025. 480 S., zahlr. Notenbeisp. 800 gr. ISBN 3-95930-022-0. Gb. 48,– €

Dieser Band behandelt neben der Sechsten die beiden berühmtesten Bruckner-Symphonien, nämlich die Vierte aus den Jahren 1878/80 und die Siebente, wobei vor allem die Analyse letztgenannten Werks sehr ausführlich ausfällt. Obschon sie letztlich den Durchbruch bringen sollte, wurde keine andere Bruckner-Symphonie seitens der Wiener Kritik derart mit Gehässigkeit und Häme überschüttet; und bis in unsere Tage stoßen sich so manche Musikkommentatoren beispielsweise an der Kürze des Finales oder an vorgeblichen Banalitäten etwa am Schluß des Kopfsatzes oder am Höhepunkt des Adagios. Die vorliegende Schrift versucht, dieses trotz aller Popularität immer noch verkannte Werk in neuem Licht erscheinen zu lassen, indem das dahinter stehende formale und, damit eng verbunden, harmonisch-tonale wie auch das metrische Konstrukt erstmals aufgezeigt und erläutert wird.

Titel derzeit nicht lieferbar

Sander, Hans-Dietrich: Brouillon eines christlichen Ketzers. Herausgegeben von Heiko Luge. 2025. 208 S. 330 gr. ISBN 3-944064-70-4. Gb. 24,– €

Skizzen und Notizen zur Religion.

Titel derzeit nicht lieferbar

Lpez Casoli, Esteban M. : Harmoniemusik in Austria and Colonial America. 2025. 184 p. 280 gr. ISBN 3-903000-99-X. Gb. 30,– €

Titel derzeit nicht lieferbar

Sander, Hans-Dietrich: Style and Order. Gesammelte Aufsätze, herausgeben von Heiko Luge. 2025. 3500 gr. Bestell-No. 18000105. Gb. 0,– €

Auf einem Gang durch ein wüstes Land, das verbombte und brennende Berlin in der Nacht am 1. März 1943, sagte der Physiker Werner Heisenberg, sobald das Denken »die Form sprengt, führt der Weg ins Chaos und ich bin nicht gewillt, dieses Chaos, wie wir es hier vor uns sehen, mit Begriffen wie Götterdämmerung oder Weltuntergang zu verherrlichen.« Mit dem Wort Chaos bezeichnen wir gemeinhin Verhältnisse, die alle Bereiche unseres Lebens verwüsten.
»The wasteland« nannte der amerikanisch-englische Dichter T.S. Eliot sein berühmtes Poem von 1922 – ein Titel, der noch tiefgründer als die Trümmerlandschaften des Zweiten Weltkriegs die heillosen Zustände unserer Tage beschreibt. Eliots dichterischer Genius gebar wenige Jahre später die Formel zu ihrer Überwindung: 1928 stellte er in einer Essaysammlung dem »anything goe's« der alles auflösenden Moderne die Losung »Style and Order« entgegen, deren Tiefenschärfe sich erst deutschen Denken offenbart. »Style and Order« ist die geeignete Parole, um das sich heute ausbreitende Chaos zu sichten und zu bändigen.
Sie gab den Titel für die vorliegende Edition bei Arnshaugk, in der ausgewählte und thematisch geordnete Texte des nationalen Denkers und Publizisten Hans-Dietrich Sander in loser Folge erscheinen.

Titel derzeit nicht lieferbar

Sohn, Werner: Die Taskforce oder Die verlorenen Töchter. Eine politische Satire. 2024. 111 S. 200 gr. ISBN 3-95930-281-9. Gb. 18,– €

In einer Landeshauptstadt geschehen nächtens seltsame Dinge. Verschiedene Objekte – Plakate, Banner, Schilder –, die im Rahmen von Maßnahmen zur Bewußtseinsbildung (»Respekt!«, »Fall mir nicht in den Rücken!« u.a.) der Bevölkerung an städtischem Eigentum angebracht wurden, verschwinden plötzlich oder werden manipuliert. Alles deutet darauf hin, daß es sich nicht um bloßen Vandalismus oder geschmacklose Scherze von Schülern handelt. Die polizeiliche Auswertung läßt sogar eine schleichende Kampagne zur Verhöhnung staatlichen Handelns durch die Partei, die zum Verbot ansteht, befürchten. Daher wird unter der Leitung des Oberbürgermeisters eine geheime hochrangige Taskforce gebildet, die herausfinden soll, wer hinter diesen beunruhigenden Aktionen steckt. Sind etwa zwei junge Frauen die Drahtzieher?

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Dibdin, Thomas Frognall: Ursprung und Frühzeit des Buchdrucks. Ein Tag aus dem Bibliographischen Dekameron. 2024. 160 S. 250 gr. ISBN 3-95930-280-0. Gb. 24,– €

Seit knapp 200 Jahren gilt Johann Gutenberg als Erfinder des Buchdrucks, obwohl dieser für Goethe und seinen Jugendfreund Friedrich Maximilian Klinger noch Johann Faust hieß. In Nachschlagewerken ist man seither bemüht, alle Spuren früheren Streits zu tilgen. Unsere Übersetzung einer Arbeit des Bibliothekars von William Spencer Cavendish, dem Herzog von Davonshire, von 1817 trägt die Argumente zusammen, die gegen Gutenberg als Erfinder sprechen. Ein Vorwort versucht mögliche Gründe für den unglaublichen Schwindel zu finden.

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Werfel, Franz: Bocksgesang. Tragödie in fünf Akten. 2024. 91 S. 200 gr. ISBN 3-95930-279-7. Gb. 16,– €

Im osmanischen Südslawien vermischen sich soziale und religiöse Konflikte mit unerfüllter Liebe. Ein zum Großbauern aufgestiegener Adliger verlobt seinen Sohn mit der Tochter eines ebenbürtigen Nachbarhofs. Eine seltsame Kälte erfüllt die Zeremonie, es gibt auch freche Andeutungen aus dem Gesinde. Der Bräutigam soll die Braut durch das Anwesen führen, sie sagt ihm auf den Kopf zu, daß er ihr intellektuell nicht gewachsen ist, weil sie sofort merkt, daß ein böses Geheimnis über dem Hof liegt. Durch den Auftritt eines westlich-aufklärerisch eingestellten Arztes erfahren wir, daß ein älterer Bruder des Bräutigams wegen angeborener Mißgestalt seit 23 Jahren in einem Stall verborgen und von einer Magd ernährt wird. Sein Ausbruch aus dem Stall und sein Auftritt bei den landlosen Zuwanderern wird zum Fanal eines Aufstandes, der in einer Kirche immer deutlicher mystische Züge annimmt. Nachdem der Aufruhr militärisch niedergeschlagen, der Hof des Gospodars niedergebrannt, das Land verwüstet und beide Söhne tot sind, entdeckt das vom Geheimnis entfremdete Elternpaar die Liebe neu. Aber auch das Geheimnis erlebt seine Wiedergeburt, der Drang zur Grenzüberschreitung bleibt in der Welt und wartet auf die nächste Tragödie.

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Panizza, Oskar: Nero. Tragödie in fünf Aufzügen. Mit Federzeichnungen von Sebastian Hennig. 2024. 120 S. 200 gr. ISBN 3-95930-278-9. Lw. 19,80 €

Allein der Umstand, daß Nero der beliebteste Monarch der gesamten römischen Kaiserzeit war, muß vorsichtig machen in Anwendung von Gesichtspunkten, die zu falschen Resultaten führen müssen. Was wir einzig tun können, ist, historische Ereignisse und Personen durch moderne Kunstsprache uns menschlich näher zu bringen, alles Archaisieren zu unterlassen, und sie nur unter jenen welt-moralischen Gesichtspunkten zu beleuchten, die für die Völker Asiens wie des Abendlandes gleichermaßen gültig waren; um ein großes Beispiel anzuführen: wie Goethe seine »Iphigenie« schuf, oder wie Dürer die »Passion« in die Bildsprache des 16. Jahrhunderts übersetzte. – Um einen Maßstab für die schauspielerische Auffassung zu geben, dürften immerhin Tacitus »Annalen«, Buch XI–XVI sich am geeignetsten erweisen, obwohl er, durchtränkt von stoischen Grundsätzen, mit viel zu großem sittlichen Zorn an Nero herangeht. Wer dann noch etwa Ernest Renans »Antéchrist« lesen will, dürfte sich das Hauptsächliche angeeignet haben, um Nero als psychopathischen Herrscher auf der Bühne darzustellen.

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Hoetzsch, Otto: Grundzüge der Geschichte Rußlands. 2024. 208 S. 360 gr. ISBN 3-95930-274-6. Gb. 22,– €

Das Werk aus dem Nachlaß des 1946 verstorbenen Autors ist immer noch vorbildlich in seiner Art, denn der Gelehrte, Übersetzer und konservative Politiker verbindet das alte und das neue Rußland mit derselben Empathie und sieht die Kontinuitäten hinter aller Ideologie. Als Erbe Bismarcks sah er im Rapallovertrag 1922 den ersten Schritt in die richtige Richtung: zum Zusammengehn gegen den gemeinsamen Feind im Westen.

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Smirnow, Igor Pawlowitsch: Roman der Mysterien »Doktor Shiwago«. Mit einem Nachwort herausgegeben von Adorjn Kovcs. Aus dem Russischen übertragen von Daniil Koshmanov. 2024. 272 S. 400 gr. ISBN 3-95930-268-1. Gb. 48,– €

In dieser Analyse geht es um mehr als das normale »Geheimnis«, das jedem Kunstwerk innewohnt. Pasternak hat offenbar Subtexte in den Roman hineingeschrieben, die in ihrer Referentialität schon fast postmodern wirken. Äußerlich ist es »nur« eine Liebesgeschichte oder ein »historischer« Roman, genau besehen aber auch eine Geschichte der Philosophie, ein Kommentar zu Weiningers »Geschlecht und Charakter« und manches mehr. Soll man diese Doppel- oder besser Vielfachbödigkeiten »Mysterien« nennen? Unbedingt! Mysterien sind ja für Eingeweihte, die tiefer sehen als die Nichteingeweihten. Das Buch soll den Leser einweihen.

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Bräuninger, Werner: Kühnen. Portrait einer deutschen Karriere. Die Biographie. 2. überarb. u. erw. Aufl. 2024. 512 S., 93 meist farb. Abb. a. 64 Tafeln. 900 gr. ISBN 3-95930-266-5. Gb. 46,– €

Der Autor untersucht den familiären Hintergrund, Kindheit, Jugend und die Schulzeit am Josephinum, die Zeit in der Bundeswehr, die weltanschauliche Genese, die Gründung von ANS und ANS/NA, die aufsehenerregenden Prozesse und die langen Jahre der Inhaftierung, das Pariser Exil, Kühnens Rolle als weltanschaulicher Theoretiker, die Freundschaften zu Willi Krämer, Erich Fried und Hans-Dietrich Sander sowie die Spaltung seiner Gesinnungsgemeinschaft an der Frage seiner Homosexualität 1986. Kurz nachdem sich seine Bewegung erfolgreich auf die in Agonie liegende DDR ausgedehnt hatte, starb er 1991 mit nur 35 Jahren an AIDS und geriet bald in Vergessenheit. Seine Urne wurde geraubt und ist seitdem spurlos verschwunden – so wirkten seine Feinde ungewollt an Kühnens selbst gewähltem Mythos mit. Am Ende bleibt die Frage: »War es ein vertanes Leben?« Die vorliegende Biographie gibt die Antwort.

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Blüher, Hans: Philosophie auf Posten. Schriften 1916-21. Neusatz d. Ausg. Heidelberg 1928. 2024. 215 S. 300 gr. ISBN 3-95930-254-1. Gb. 26,– €

Merkworte für den Freideutschen Stand (1918), Ulrich von Wilamowitz und der deutsche Geist 1871–1915 (1916), Die Intellektuellen und die Geistigen (1916), Der bürgerliche und der geistige Antifeminismus (1916), Deutsches Reich, Judentum und Sozialismus (1919), Der Geist der Weltrevolution (1920), Frauenbewegung und Antifeminismus (1921), Der Charakter der Jugendbewegung (1921).

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Haslhofer, Jurek: Die abgefallene Braut. Roman. 2024. 479 S. 650 gr. ISBN 3-95930-227-4. Gb. 28,– €

Der alte vambersk hatte in der jungen CSSR eine höchst abenteuerliche Kindheit verbracht, als er in einer Kolonie aufwuchs, die sich, um dem Fluch des Kommunismus zu entgehen, in einen entvölkerten Winkel des Isergebirges zurückgezogen hatte. Da er mit dem heutigen Österreich immer schlechter zurechtkommt, versucht er im niederösterreichischen Waldviertel eine Art Neuauflage dieser Idee umzusetzen: eine eher illegale Privatschule mit stark konservativ-katholischem Einschlag. Ob jedoch ausgerechnet Irina, Ururenkelin des legendären Revolutionärs Trotzky, die richtige Wahl ist, um Hauswirtschaftslehre für Mädchen zu unterrichten? Leider hat sich vambersks Sohn in diese bildhübsche Russin verliebt und sie fix engagiert. Irina benimmt sich zwar im großen und ganzen recht manierlich, dennoch scheint sie in dunkles Geheimnis zu umgeben. Auch das sonstige Lehrpersonal ist nicht ganz unproblematisch. Natürlich ist das aus den Vorromanen bekannte Trio infernal wieder mit von der Partei: der Berufsrevolutionär und mittlerweile pensionierte Oberstaatsanwalt Drzewiecki, nunmehr durch Engagement in obskuren Geheimbünden die Welt vom Kapitalismus zu befreien versuchend, der nach wie vor wild mit Drogen pantschende Ministerialrat Theuritzpacher, beide eher in Unwürde gealtert und verschrobener denn je, sowie der streitbare und wohl bereits etwas demente Pater Krispin. Am Ende droht sich für den alten vambersk die Geschichte zu wiederholen – als staatliche oder besser gesagt parastaatliche Kräfte sein Projekt gewaltsam zu beenden drohen. Indes leisten ihm seine seltsamen Freunde auf ganz überraschende Weise Hilfe. Ein etwas grenzgängerischer Roman, so verschroben wie seine handelnden Personen, und mit einer atemberaubenden, schwarzen Schlußwendung!

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Hölzl, Wolfgang: Anton Bruckners Neunte Symphonie. 2024. 227 S., 16 Notenbeisp. 400 gr. ISBN 3-95930-222-3. Gb. 34,– €

Eine penible, in dieser ausführlichen Form wohl ein bisher einzigartige Untersuchung von Bruckners letztem sinfonischem Werk unter besonderer Berücksichtigung des Finalfragmentes. Aber auch hinsichtlich der vollendeten ersten drei Sätze werden neue analytische Erkenntnisse mitgeteilt.

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Sander, Hans-Dietrich: Ein hundertjähriger Krieg. Herausgegeben von Heiko Luge. 2024. 240 S. 330 gr. ISBN 3-944064-63-1. Gb. 24,– €

Aufsätze zur historisch-politischen Lageentwicklung.

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Iljin, Iwan Alexandrowitsch: Das verschollene Herz. Ein Buch stiller Betrachtungen. 2023. 170 S. 260 gr. ISBN 3-9632101-6-8. Kt. 19,90 €

Dieses ganz eigenartige, poetische und zugleich philosophisch-religiöse Werk enthält eine Fülle philosophischer Skizzen, künstlerischer Meditationen und religiöser Betrachtungen, die locker aneinander gefügt von einem einzigen, schöpferischen Grundgedanken getragen sind, nämlich jedes Ereignis im Leben des Menschen als eine persönliche Begegnung mit Gott zu begreifen. Dem deutschen Leser schenkte Iljin damit drei geistig tiefe Besinnungsbücher, die jedoch leider auf Grund der Kriegswirren zunächst gänzlich in Vergessenheit geraten sind und die wir Ihnen nun in überarbeiteter Form präsentieren können: Band 1: Ich schaue ins Leben, ein Buch der Besinnung, (1943); Band 2: Das verschollene Herz, ein Buch stiller Betrachtungen, (1943); Band 3: Blick in die Ferne, ein Buch der Aufgaben und Hoffnungen, (1945).

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Kovcs, Adorjn: Sndor Petöfi – »Dichter sein oder nicht sein«. Dichtung und Deutung. 2023. 303 S. 460 gr. ISBN 3-95930-276-2. Gb. 34,– €*

Der romantische Dichter Sndor Petöfi (1823–1849) ist der international bekannteste Autor Ungarns. Er soll hier zu seinem 200. Geburtstag neu vorgestellt werden; nicht als der Volks-, National- und Revolutionsdichter, zu dem er von unterschiedlichsten politischen Strömungen erklärt worden ist, sondern unter literarischen Gesichtspunkten, die ihn als einen poetologisch bewußten, vielseitigen, inhaltlich widersprüchlichen, experimentellen und Entwicklungen der Zukunft antizipierenden Autor ausweisen. Es ist diese literarische Qualität, die ihn zu einem der größten Lyriker überhaupt macht. Diese Monographie kann durch die vielen zitierten Gedichte in ausgesuchten Übersetzungen auch als Auswahl von Petöfis Lyrik gelesen werden.
Würdigung

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Trubetzkoy, Nikolai Sergejewitsch: Europa und die Menschheit. Aus dem Russischen übersetzt von S. Jacobssohn und F. Schlömer. Mit einem Vorwort von Otto Hoetzsch. Neusatz d. Ausg. München 1922. 2023. 79 S. 180 gr. ISBN 3-95930-275-4. Gb. 16,– €*

Diese Polemik folgt einer unerbittlichen Logik. Zunächst werden Chauvinismus und Kosmopolitismus als Verwandte entlarvt. Scheinbare Gegensätze, die graduelle Unterschiede sind, die Nation wird »Europa« mit universeller Deutungshoheit und der Macht über alle Begriffe und Wertmaßstäbe. Was heute unter dem Schlagwort »Globalisierung« läuft, ist seit Jahrhunderten angelegt. Es gibt kein historisches Beispiel, daß ein Volk die Europäisierung auf ein zuträgliches Maß begrenzen hätte können. Peter I. wollte von Europa nur Heer und Flotte übernehmen, seine Erben unterwarfen sich beschämend. Der Sozialismus ist auch ein Scheinausweg und beschleunigt sogar die Unterwerfung. Der Autor fordert ein Erwachen der Geister: Europa steht gegen die Menschheit.

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Reschika, Richard: Vermeer und Hammershøi. Meister der Malerei im Licht der Philosophie. 2023. 284 S., 16 Farbtafeln 460 gr. ISBN 3-95930-273-8. Lw. 42,– €*

Jan Vermeer van Delft (1632–1675) und Vilhelm Hammershøi (1864–1916) trennen etwa zweihundertfünfzig Jahre. Gleichwohl bestehen zwischen beiden vielfältige thematische und formale Verbindungen: namentlich ihre Vorliebe für realistische Darstellungen intimer Interieur-Szenen, in deren Mittelpunkt oft einsame, introvertiert und zugleich geheimnisvoll wirkende weibliche Figuren stehen. Hammershøi verehrte die niederländischen Maler des Goldenen Zeitalters und »zitierte« Vermeer sogar mehrfach in seinen nicht minder enigmatischen Gemälden.
In der bewußt interdisziplinär angelegten Studie untersucht der Autor, inwieweit neben der Kunstgeschichte auch und gerade die Philosophie – etwa von Platon, Epikur, Descartes, Spinoza, Leibniz, Burke, Kierkegaard und Schopenhauer – zu einem tieferen Verständnis der zwischen Immanenz und Transzendenz, Schönheit und Melancholie changierenden Bilder beizutragen vermag.

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Bismarck, Alexander von (Hg.): Begegnungen zwischen Russen und Deutschen. Eine Anthologie der Verständigung. Mit 35 Zeichnungen von Sebastian Hennig. 2023. 159 S., 4 Abb., 35 Zeichn. 280 gr. ISBN 3-95930-272-X. Gb. 18,– €*

In dieser literarischen Anthologie zeigen siebenunddreißig Autoren mit Erzählungen, Gedichten, kleinen Essays und einer Bildgeschichte, wie in Vergangenheit und Gegenwart persönliche Begegnungen zwischen Russen und Deutschen unbeschadet von allen politischen Verwerfungen funktionierten und funktionieren. Außerdem stellt der Herausgeber mit seinem Bismarck-Dialog auf Schloß Döbbelin ein Projekt des konstruktiven Austauschs und der Verständigung vor. Ein Zeichen inmitten neu entflammter Ausgrenzung und Kontaktscheu.
Mit Beiträgen von Alexander von Bismarck, Sebastian Hennig, Uwe Steimle, Jens Lammla, Alexander Block, Bernd-Ingo Friedrich, Oda Schaefer, Jürgen Kuhlmann, Georg Steiger, Helmut Bartuschek, Hilko Gerdes, Uwe Lammla, Horst Köhler, Michael Klonovsky, Werner Ulrich, Norbert Zankl, Klaus Ender, Tanja Krienen, Alexander Ulfig, Rolf Schilling, Adorjn Kovcs, Helmut Roewer, Viola Schühly, Hansjörg Rothe, Uwe Haubenreißer, Franns-Wilfried von Promnitz, rpd von Nahodyl Neményi, Uwe Nolte, Richard Reschika, Roman Koshmanov (Piligrim), Oliver Guntner, Marc Zoellner, Burkhard Jahn, Maria Vola-Vladykina, Rainer Hackel, Daniil Koshmanov und Jurek Haslhofer.

Inhaltsverzeichnis
(Informationen zu den Autoren verlinkt)

Dialog auf Schlo Dbbelin (Alexander von Bismarck) 7
Wir lieben Brot (Jens Lammla) 9
Zeit heilt alle Wunder (Uwe Steimle) 15
Aviator (Alexander Block) 17
Ljuba (Bernd-Ingo Friedrich) 19
Oleg (Bernd-Ingo Friedrich) 23
Flchtlinge (Oda Schaefer) 25
Kindheitserinnerungen (Jrgen Kuhlmann) 26
Nie wieder Ostsee (Georg Steiger) 28
Rusalka, Rusalka (Helmut Bartuschek) 30
Am Mnckebergbrunnen (Hilko Gerdes) 32
Baltische Reise (Uwe Lammla) 35
Stoseufzer eines Kriegsgefangenen (Horst Khler) 37
Kein Leben ohne Tatjana (Michael Klonovsky) 38
Heimat im Seelenton (Werner Ulrich) 49
Rossia Druschba (Norbert Zankl) 51
Schaumgeboren (Klaus Ender) 54
Karascho, karascho (Tanja Krienen) 55
Ruland gehrt zu Europa (Alexander Ulfig) 62
Zagorsk (Rolf Schilling) 64
Das Geheimnis (Adorjn Kovcs) 65
Zar Peter III. rettet Preuen (Helmut Roewer) 71
Iphigenie auf Tauris (Uwe Lammla) 74
Dascha (Viola Schhly) 76
Don Quixote und Hamlet (Hansjrg Rothe) 79
Wenn (Uwe Haubenreier) 82
Meine DSF-Geschichte (Franns-Wilfried von Promnitz) 83
Mittsommer in Kaunas (rpd von Nahodyl Nemnyi) 88
Frieden in Ruland (Uwe Nolte) 90
Ilja Repin (Richard Reschika) 92
Deutsch und russisches Gelnde (Sebastian Hennig) 102
Die Wolgareise 1996 in Bildern (Sebastian Hennig) 113
Das dritte Lied des Bajan (Roman Koshmanov) 131
Der Maschinist (Oliver Guntner) 133
Sie nannten ihn Tarzan (Marc Zoellner) 138
Zu Romeo und Julia (Burkhard Jahn) 142
Petersburg oder Berlin? (Maria Vola-Vladykina) 143
Der Unfall (Rainer Hackel) 145
Eremit (Daniil Koshmanov) 149
Mascha (Uwe Steimle) 150
Was mir zu Ruland einfllt (Jurek Haslhofer) 152
Schirjajewo (Uwe Nolte) 158
Rezension Rezension

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Mereschkowski, Dmitri Sergejewitsch: Anmarsch des Pöbels. Drei Essays. Übersetzt von Harald Hoerschelmann. Neusatz d. Ausg. München 1907. 2023. 119 S. 200 gr. ISBN 3-95930-271-1. Gb. 18,– €*

Der Autor ist durch eine Reihe historischer Romane, insbesondere »Leonardo da Vinci«, bekannt. Weil er die Geschichte als Widerstreit von Christ und Antichrist verstand und dekabristische Traditionen mit mystisch-orthodoxen Elementen vermischte, verstand er sein Schaffen stets auch politisch. Er lehnte die Aufklärung des Westens ab und sah den Osten in eschatologischer Mission, wobei Dostojewski eine wichtige Rolle spielte.
Die hier wieder aufgelegte Kritik an den Anarchisten Alexander Herzen und Michail Bakunin erschien bereits 1907 auf Deutsch. Mit »Pöbel« ist keineswegs die soziale Unterschicht, sondern der »Bourgeois«, also das leibhafte Geldverdienen um seiner selbst willen und dessen intellektuelles Personal der Fortschritts-, Gleichheits- und Wohlstandsideologie gemeint. Dieses frühe Pamphlet des Antiliberalismus leidet noch nicht an der Distanzeritis späterer Jahrzehnte.

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Berdjajew, Nikolai Alexandrowitsch: Die Weltanschauung Dostojewskis. Übersetzt von Wolfgang Groeger. Neusatz d. Ausg. München 1925. 2023. 190 S. 332 gr. ISBN 3-95930-270-3. Gb. 22,– €*

Berdjajew, vier Jahre jünger als Lenin und zuerst Marxist, erkannte durch die Werke W. Solowjows die Bedeutung der russischen Orthodoxie und geriet so schon im Jahrzehnt vor der Revolution in Widerspruch zur späteren Staatsphilosophie, was 1922 zur Ausweisung führte. Er starb 1948 in Frankreich. Geistesströmungen der folgenden Jahrzehnte konnten mit dem christlichen Sozialismus russischer Prägung wenig anfangen.
Obwohl sich Dostojewskis Werke gerade in Deutschland großer Beliebtheit erfreuen, wird die enge Verknüpfung metaphysischer und sozialer Fragen weithin übergangen, wie ja auch die politischen Schriften des Dichters kaum bekannt sind. Berdjajews Interpretation erschließt einen Kosmos von großer realpolitischer Aktualität.

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Koshmanov (Piligrim), Roman: Sojdu k rasmytym beregam. Ausgewählte Dichtungen und poetische Übertragungen. Mit zehn Bildern des Autors. 2023. 160 S., 10 Abb. 300 gr. ISBN 3-95930-269-X. Gb. 18,– €*

Dieses Gedichtbuch in russischer Sprache enthält neben einer Auswahl eigener Gedichte Nachdichtungen von Christoph Martin Wieland, Annette von Droste-Hülshoff, Theodor Storm, Wilhelm Busch, Detlef von Lilienkron, Jean Aicard, Otto Ernst, Max Herrmann-Neiße, Fritz Usinger, Elisabeth Langgässer, Oda Schaefer, Wolf von Aichelburg, Horst Köhler, Rolf Schilling, Uwe Lammla, Uwe Haubenreißer, Uwe Nolte, Florian Kiesewetter und Daniil Koshmanov.

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Weiss, Volkmar: Als Bock entführt zu den Sibyllen. Eine pornographische Dystopie. Mit Federzeichnungen von Sebastian Hennig. 2023. 151 S., 18 Abb. 240 gr. ISBN 3-95930-267-3. Gb. 22,– €*

Atlantis lebt! Seit Jahrhunderten wird uns allen verheimlicht, daß auf der Insel Sibyllen als Königinnen herrschen, die zur Fortpflanzung nur wenige Böcke brauchen, wie Tiere halten und als Drohnen durchfüttern, von Arbeiterinnen umsorgt. Diese radikal-feministische Ordnung sichert ihr Bestehen, indem sie Jahr für Jahr hochgezüchtete Töchter als jungfräuliche Leckerbissen, aber nichtsdestotrotz mit fortgeschrittener Sexualbildung, an die Eliten Europas versteigert, die im Gegenzug die Insel und ihr Geheimnis total abschirmen. Als ein früherer Olympiasieger, einst als muskelprotzender Bock auf die Insel entführt, ausgedient hat und Freigang bekommt, geschieht das Unfaßbare, und eine der Sibyllen verliebt sich in ihn. Gelingt den beiden der Ausbruch?
Schon in »Das Tausendjährige Reich Artam« sah der Verfasser »Das Große Chaos« kommen. In diesem Roman deckt er ein noch dunkleres, erregendes Geheimnis auf.

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Danilewski, Nikolai Jakowlewitsch: Rußland und Europa. Eine Untersuchung über die kulturellen und politischen Beziehungen der slawischen zur germanisch-romanischen Welt. Übersetzt und eingeleitet von Karl Nötzel. Neusatz d. Ausg. Stuttgart 1920. 2023. 320 S. 460 gr. ISBN 3-95930-265-7. Gb. 26,– €*

Jahrzehntelang herrschte im übrigen Europa das Vorurteil, Gesellschaft und Politik seien in Rußland so vom Marxismus geprägt, daß sich ein näheres Hinschauen nicht lohne. Auch die Gegensätze zu China und Jugoslawien wurden einzig auf den Alleinvertretungsanspruch von Lenins Erben geschoben. Dabei galt als ausgemacht, die Bolschewiki hätten in jeder Hinsicht mit der vorrevolutionären Geschichte gebrochen. Abgesehen davon, daß ein so totaler Bruch niemals möglich ist, hätte etwa ein Blick auf Kunst und Literatur gelehrt, daß im sowjetischen Rußland mehr Kontinuität bestand als im übrigen Europa. Unsere Reihe mit russischen Philosophen zeigt die dortige Klarsicht schon im 19. Jahrhundert, daß nicht Rußland, sondern der Westen unser gemeinsames Erbe verläßt. Mit steigendem Unbehagen im Westen erhöht sich die Bereitschaft anzuerkennen, daß die russische »reaktionäre« Weltsicht in Wahrheit die von morgen und übermorgen ist.

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Lammla, Uwe: Gospod menja sjuda priwjol. Ausgewählte Dichtungen und Dramen. In russischer Sprache. Übertragen von Roman Koshmanov (Piligrim). 2023. 336 S. 450 gr. ISBN 3-95930-264-9. Gb. 26,– €*

Die Ausgabe enthält in russischer Sprache Gedichte aus allen Sammlungen von »Endymion« bis »Winterlandliebe«, sowie vollständig die Dramen »Polyphem«, »Medea«, »Orpheus«, »Anna Luise« und »Götzenspiele«.

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Reschika, Richard: Goldgrund der Welt. Ernst Jüngers poetische Metaphysik. 2. erw. u. überarb. Aufl. 2023. 568 S. 900 gr. ISBN 3-95930-263-0. Lw. 54,– €*

Eine integrale und systematische Darstellung der spezifisch Jüngerschen (poetischen) Metaphysik im Spannungsfeld von Tradition und Innovation, und zwar unter Berücksichtigung des Gesamtwerkes – nicht nur einzelner Schriften beziehungsweise Schaffensperioden –, bildet jedenfalls nach wie vor ein echtes Desiderat. Diese bibliographische Lücke schließen zu helfen, ist das vornehmliche Ziel des vorliegenden Buches über Ernst Jüngers poetische Metaphysik, das sich als Annäherung versteht, nämlich sowohl im ursprünglichen Wortsinn als auch im Jüngerschen (metaphysischen) Verständnis: Vollkommenes ausschließend, aber das Vollkommene anstrebend. Denn wir haben es, wie noch zu zeigen sein wird, mit einem gleichermaßen kohärenten wie – über viele Jahrzehnte – erstaunlich konstanten metaphysischen System zu tun, das Jünger jedoch hauptsächlich in Gestalt sinnlich-poetischer Bilder und viel weniger durch abstrakte philosophische Begriffe darzulegen sucht.

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