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92637092 Lange, Ulanenpatrouille19.90 €

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Jurek Haslhofer
wurde 1953 im niederschlesischen Bystrzyca Klodzka geboren. Obzwar musikalischer Autodidakt, war er schon in jungen Jahren als Komponist und Musikwissenschaftler höchst erfolgreich, insbesondere als Interpret, Analytiker und Bearbeiter von John Cages epochalem, gleichwohl im Osten lange unbeachtet gebliebenem Werk »4 Minuten 33«, das er beispielsweise für großes Symphonieorchester arrangierte. Nachdem seiner in den Jahren 1979 bis 86 geschriebenen, eng an John Cage angelehnten Kantate »5 Minuten 44« seitens der staatlichen Kulturkritik »westlicher Formalismus« vorgeworfen worden war, geriet er zusehends in Konflikt mit den politischen Eliten, was schlußendlich 1989 zu seiner abenteuerlichen Flucht nach Österreich führte. Im selben Jahr kehrte er allerdings, vom Westen tief enttäuscht, ins damals noch kommunistische Polen zurück. Wenige Monate später, unmittelbar nach der Wende, wurde er wegen angeblicher »kryptostalinistischer Subversion« seines belletristischen Erstlingswerks »Die Kisten des Kapitalisten« verhaftet. Nach seiner Entlassung ging er wieder nach Wien und trat der Kommunistischen Partei Österreichs bei, aus welcher er jedoch 1997 ausgeschlossen wurde, nachdem ruchbar geworden war, daß er sich einige Monate zuvor in Breslau zum Diakon hatte weihen lassen. Sein auf deutsch geschriebener Roman »Die Affen des Dompfaffen« führte zu seiner Exkommunikation durch Papst Benedikt XVI. Seitdem lebt Jurek Haslhofer zurückgezogen in Rom, Waidhofen an der Thaya, Los Angeles und Frýdek-Místek.
Haslhofer, Jurek: Die Tanten des Adjutanten. Oder der gescheiterte Wiederaufbau des Palais de Saxe zu Dresden. Roman. 2017. 400 S. 600 gr. ISBN 3-944064-91-7. Gb. 24,– €

Auch ein Systemkonformist wie der Wiener Staatsanwalt Franz Lechner ist zuweilen nicht gegen die Erfahrung gefeit, daß Übereifrigkeit schadet. Der Fall des auf rätselhafte Weise ums Leben gekommenen sozialistischen Apparatschiks Martin Manninger artet schlußendlich zu einer kohlpechrabenschwarzen Tour de Farce aus, die Lechner gar aus der Bahn zu werfen droht.
»Es war Manninger, der erstmals im Nationalratswahlkampf 2008 und sodann im Wiener Wahlkampf 2010 die Devise ausgab, daß sich die Partei vermehrt um Stimmen türkischstämmiger Mitbürger bemühen müsse. Damit nicht genug, fordert er, daß die Partei ein Versiegen der Einwanderung aus der Türkei und anderen islamischen Staaten niemals zulassen dürfe, zumal nur auf diesem Wege ein verläßliches Wählerpotential der Zukunft gewährleistet werden könne. 2011 hat er in einer parteiinternen Aussendung beklagt, daß Wien verglichen mit anderen europäischen Metropolen noch viel zu ›weiß‹ sei, was er auf die kryptofaschistische Gesinnung weiter Bevölkerungskreise zurückführte. Den Vogel schoß er im April 2012 ab, als er in einem Interview mit der Wochenzeitung ›Roter Schmetterling‹ erklärte: Wir sollten uns die Tschechoslowakei des Jahres 1945 zum Vorbild nehmen, die bekanntlich alle nazistisch-völkischen Bevölkerungsteile des Landes verwiesen hat.«
Nur für wahrhaft unerschrockene Leser, die weder Tod und Teufel noch die Einwanderungspolitik Angela Merkels beziehungsweise ihrer österreichischen Kofferträger fürchten.
Autoreninterview

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